Naturkundliche Exkursion des KHV am 24. Mai 2014 in den OHI-Steinbruch Roßberg

Roßbergexkursion 2014Rechtzeitig zum Beginn der Führung in den Steinbruch heiterte sich das Wetter auf, über hundert Teilnehmer aus Roßdorf und den umliegenden Orten fanden sich ein und nahmen die Gelegenheit wahr, einen Blick in das Innere des Roßbergs mit dem riesigen und tiefen Krater des Basaltabbaus und der Ostwand mit ihren Basaltsäulen zu werfen. Dies ist ansonsten nicht möglich, da das Betreten des Betriebsgeländes der OHI nicht erlaubt ist.

Dr. Rudolf Schug gab an verschiedenen Stationen des Weges in den Basalt-Steinbruch Erläuterungen über das ursprüngliche Aussehen des Vulkanberges und seine Veränderung durch den Basaltabbau, die Entstehung der Basaltlagerstätte im Berg aus erstarrter Lava im Schlot eines Vulkans des Tertiär, über die Ausbildung der Basaltsäulen und die Eigenschaften des Roßberg-Basalts, der ein hervorragender Baustoff ist. Die geologischen Ursachen der Entstehung des Roßberg-Vulkans im Tertiär fanden das besondere Interesse der Exkursionsteilnehmer, da diese Vorgänge bis heute fortwirken, wie das ungewöhnlich starke Erdbeben in unserer Umgebung vor einer Woche in aller Deutlichkeit zeigt. Denn der Einbruch des Oberrheintal-Grabens mit tiefgreifenden Störungsrissen im kristallinen Odenwald in West-Ost-Richtung ist bis heute nicht zur Ruhe gekommen.

Die über 116-jährige Betriebsgeschichte des OHI-Steinbruchs Roßberg und die harten Arbeitsbedingungen der Steinbrecher im Bruch waren eine weiteres Thema der Schilderungen von Dr. Schug insbesondere im Vergleich mit den heutigen Arbeitsabläufen im voll mechanisierten Steinbruchbetrieb. Wo früher Hundertschaften von Arbeitern tätig waren, bringen heute durchschnittlich 10 Arbeitskräfte mit dem modernen Maschinenpark dieselbe Produktionsleistung auf.

R.S.