Fahrt zur Monet-Ausstellung im Städel in Frankfurt am 23.April 2015

Als am Anfang letzter Woche bekannt wurde, dass die Lokführer streiken würden, riefen einige besorgte Teilnehmer an, ob wir denn zum Museum fahren könnten. Mit der Privat-Bahn VIAS war das eigentlich kein Problem. Als dann unterwegs die Ansage kam, dass wegen Böschungsbränden bei Arheilgen die Fahrt auf unbestimmte Zeit unterbrochen werden muss, waren wir wegen der zeitlichen Begrenzung unserer Eintrittskarten doch beunruhigt, erreichten aber dennoch unser Ziel in letzter Minute.

Die Ausstellung „Monet und die Geburt des Impressionismus" widmet sich der frühen Entwicklung des Impressionismus. Durch den starken Wandel von Bildinhalt und Form entstand dieser völlig neue Stil in der Malerei. Neue Sehgewohnheiten, die durch das Spiel von Farbe und Licht ausgedrückt werden und zur Auflösung der Formen führte, zeigen körperlose Figuren, vage Erscheinungen von Gebäuden und Landschaften, die man erst aus einiger Entfernung vom Bild erahnen kann. Es geht nicht mehr um die konkrete Darstellung und Abbildung von Personen und Gegenständen, sondern um die Erfassung von Atmosphäre und Stimmungen. Die Impressionisten interessierten sich für das Verhältnis von Mensch und Natur, neue Freizeitgestaltung, Einfluss des technischen Fortschritts auf das Leben - Themen, die bis dahin unbearbeitet und für die Gesellschaft revolutionär waren.

Im Blickpunkt der ca. 100 gezeigten Meisterwerke aus internationalen Sammlungen, die nur in Frankfurt zu sehen sind, stehen Claude Monet als Schlüsselfigur des frühen Impressionismus und die anderen Maler, die seiner künstlerischen Richtung gefolgt sind, wie Renoir, Manet, Morisot, Degas, Sisley, und Pissarro, mit hervorragenden Beispielen. Die verschiedenen Entwicklungsstufen von Monet von 1860 bis 1880 waren vielen von uns nicht bekannt.

Nach mehr als 3 Stunden intensiver Studie der Ausstellung kehrten wir am frühen Abend nach Roßdorf zurück.

Dieter Kollmannsperger