Fahrt zum Europäischen Kulturpark und zu den Glasbläser im Elsass am 12. und 13.09.2019

Der deutsche Teil des Kulturparks unmittelbar an der Blies zeigt, dass diese Gegend fruchtbar und seit der Steinzeit besiedelt war. An dieser Stelle waren mehrere Hügelgräber, von denen aber alle bis auf eins geplündert waren. Dieses Hügelgrab wurde erst in den 90iger Jahren entdeckt. Es enthielt das Grab einer Keltischen Fürstin mit wertvollen Beigaben. Dass es sich um eine Frau handelt, beweisen Armringe an beiden Armen. Männer trugen nur Armringe am rechten Arm. Beigaben aus Bernstein und Schmuck aus dem Mittelmeerraum zeigen die ausgedehnten Handelsbeziehungen der Kelten im 4. u. 3. Jh v. Chr. Neben dem Hügelgrab wurde im 2. JH nach Chr. ein römischer Gutshof gebaut, der nach der Entdeckung des Fürstinnengrabs ausgegraben und die Grundmauern freigelegt wurden.

Nach einem Mittagessen in der wiederaufgebauten Taverne des Gutshofs fuhren wir nach Meisenthal an der Grenze zwischen Elsass u. Lothringen, das Zentrum der Glasbläserei in Frankreich. Wir hatten eine ausführliche Führung zu der Technik des Glasblasens und anschließend einen Blick in den Betrieb der Glasbläserei. Gegen Abend fuhren wir durch den schönen Wald der Nordvogesen ins Hotel Lion d´Or in La Petite Pierre (deutsch Lützelstein), wo wir zu Abend aßen und übernachteten.

Elsass

Nach einem ausführlichen Frühstück fuhren wir nach Wingen sur Moder zum Musèe Lalique, das die Glaskunst des berühmten Designers Lalique in allen Facetten seines Werkes und seine Ausstellung im Glaspalast der Weltausstellung von 1900 in Paris zeigt. Nach dem Mittagsessen im Freien neben dem Museum fuhren wir ins benachbarte Musée Sait Louis, in dem die gesamte Breite der Glaskunst mit der entsprechenden Technik auf jeweils einen daneben stehenden Bildschirm erklärt wurde. Gegen 19:00 Uhr kamen wir zurück nach Roßdorf. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass diese Exkursion ein besonderes Erlebnis war.

Dieter Kollmannsperger