Industriedenkmal RoßbergseilbahnIndustriedenkmal RoßbergseilbahnAm Freitag, den 24.März versammelten sich interessierte Bürger Roßdorfs, um die Einweihung des Seilbahn-Denkmals mitzuerleben, das der Kulturhistorische Verein Roßdorf im Freigelände neben dem Alten Bahnhof errichten ließ. Unsere Vereinsvorsitzende Ursula Bathon begrüßte die Gäste, insbesondere den Geschäftsführer der OHI Dr. Aretz mit seinen Mitarbeitern, die sich mit besonderem Einsatz für das Gelingen des Projekts eingesetzt haben sowie Herrn Rück in Vertretung unserer Bürgermeisterin. Der besondere Dank gilt den Sponsoren, die neben der OHI mit großzügiger finanzieller Unterstützung für Realisierung des Denkmals beigetragen haben, nämlich die Jubiläumsstiftung der Sparkasse Darmstadt und die Haftpflichtkasse Darmstadt. Die Fundamentierungsarbeiten für das Traggestell der Seilbahn hat der Bauhof der Gemeinde Roßdorf übernommen. Die Konstruktion und die Errichtung des Traggestells hat die Schlosserei Bichler ausgeführt.

Dr. Schug erläuterte die Schritte zur Realisierung des Industriedenkmals vom Auffinden der verrosteten Einzelteile der ehemaligen Seilbahn, die Wiederaufbereitung der Originalteile in der Lehrwerkstatt der OHI und die technischen Daten des kombinierten Transportsystems Einschienenhochbahn und Seilbahn, wobei der Abschnitt Einschienenhochbahn im Denkmal aufgebaut ist und der Arbeitssituation am Wenderad im Steinbruch entspricht, wie dies auch auf der Schautafel mit Bildern und Text erläutert ist. Dr. Schug unterstrich, dass das Industriedenkmal von seiner Bedeutung her weniger ein technisches Denkmal als vielmehr ein Symbol für die inzwischen 119-jährige Betriebsgeschichte der OHI am Traditionsstandort Roßberg und deren großen Einfluss für die wirtschaftliche Entwicklung Roßdorfs und damit der Ortsgeschichte ist.

Dr. Aretz gab auch noch einige interessante Hinweise zur weiteren Nutzung des Roßberg-Steinbruchs: Der Basaltabbau im Steinbruch wird im Sommer fortgesetzt. Die Verarbeitung der Basaltbruchsteine erfolgt in einer beweglichen Brecheranlage im Steinbruch, bis die abbauwürdigen Basaltvorkommen erschöpft sind. Die Verfüllung des Steinbruchs mit unbelastetem Abraum aus dem Steinbruch Groß-Bieberau ist von den Behörden genehmigt worden und wird zu gegebener Zeit aufgenommen.

R. Schug