Exkursion in den Steinbruch Roßberg am Samstag, 21.05.2016

Foto: Klaus SeiwaldFoto: Klaus SeiwaldAuch in diesem Jahr führte Dr. Rudolf Schug vom Kulturhistorischen Verein eine Exkursion in den Steinbruch im Roßberg.

Das Interesse der Roßdörfer Bürger und der Besucher aus den umliegenden Ortschaften an dem Roßberg und dem darin befindlichen Steinbruch der OHI besteht nach wie vor. Offensichtlich besitzt der Roßberg eine besondere Anziehungskraft gerade auch, weil er seine Geheimnisse im Innern des Berges verbirgt und als Betriebsgelände der OHI nicht begangen werden kann. Die meisten der Besucher wollen endlich einmal einen Blick in den von außen nicht sichtbaren tiefen Krater werfen können. Bei schönstem sommerlichem Wetter versammelten sich auch dieses Mal 30 Besucher bei der Einfahrt zum Steinbruch, um an der Führung teilzunehmen.

Unterwegs erläuterte Dr. Schug die geologischen Ursachen für die Entstehung des Roßberg-Vulkans und der Basalt-Lagerstätte im Vulkanschlot, die fast 120-jährige Betriebsgeschichte der OHI am Roßberg und die Arbeitswelt der Steinbrucharbeiter in den früheren Zeiten. Die Teilnehmer stellten interessierte Fragen zum Berg, zum Basaltgestein, den Arbeitsmethoden und den Arbeitsbedingungen im Steinbruch bis zum heutigen modernen Betriebsablauf.

Von besonderem Interesse war die Fragestellung, was nach der Stilllegung des Steinbruchbetriebs mit dem tiefen Krater im Roßberg geschehen wird. Die Wunschvorstellung der Exkursionsteilnehmer wäre die Erhaltung des Steinbruchs als Naturdenkmal. Der Krater ist zwar von Menschenhand geschaffen, stellt aber mit seiner besonders beeindruckenden über 100 m hohen Ostwand aus Basaltsäulen einen geologischen Aufschluss von hohem Rang dar. Aus Sicherheitsgründen wird jedoch ein Teil des tiefen Kraters mit unbelastetem Erd- und Gesteinsmaterial verfüllt werden müssen.

R. Schug