Am Samstag, den 22.04.2018 trafen sich die Exkursionsteilnehmer bei strahlendem Sonnenschein am Kubig-Parkplatz, um zum ehemaligen US-Schießstand bei der Moret zu starten. Erste Station war das Windrad auf dem Tannenkopf. Hier erläuterte Förster Menzel die Eingriffe in den Wald zur Schaffung der Freiflächen, die für die Aufrichtung der Windräder erforderlich waren und für einen späteren Abbau frei gehalten werden müssen. Der in der Nähe befindliche Rotmilan-Horst ist nicht mehr besetzt. Das Milan-Paar ist in den Bereich der Menhir-Anlage umgezogen.

Unterwegs in der Geburtstagsallee wies Herr Menzel auf einen frischgefällten kapitalen Eichenstamm hin, der für ein neues Kreuz auf dem Rehberg vorgesehen ist. Auf der Wegstrecke erfuhren wir interessante Details über das ausgedehnte Forstrevier von Förster Menzel, das sich von Roßdorf bis nach Urberach ausdehnt und in forstwirtschaftliche Abteilungen mit Durchnummerierung aufgegliedert ist für den Gemeindewald Roßdorf und Gundernhausen, Messel und Urberach sowie die Abteilungen des Staatsforstes, in dem der ehemalige Schießstand liegt. Allein die Wegstrecken für die Aufsicht im Revier summieren sich im Jahr auf 10000 Km. Pro Stunde wächst auf einem Hektar Wald 1 Kubikdezimeter Holz. Der Einschlag im Gemeindewald Roßdorf beträgt 3000 Kubikmeter Holz / Jahr und liegt damit deutlich unter der Nachhaltigkeitsgrenze. Da der Wald FSC-zertifiziert ist, sind bestimmte Regeln der Forstbewirtschaftung einzuhalten, z.B. der einzuhaltende Abstand und die Tiefe der Rückegassen in die Abteilungen für den Holzeinschlag.

Waldexkursion 2018Schließlich gelangten wir zum Schießstand, den wir schon im vorigen Jahr bei einer Waldexkursion besucht hatten und der gerade durch eine Rekultivierungsmaßnahme als Heidelandschaft mit Drainagegräben und Aufforstungsinseln an den Platzrändern eingerichtet worden war. Jetzt konnte man zum vorigen Jahr einschätzen, wie die Vegetation fortgeschritten ist. Das Ergebnis ist enttäuschend. Die beabsichtigte Schaffung einer Heidelandschaft erfordert eine aufwendige Pflege und erscheint nicht standortgerecht.

Nach einer vierstündigen Exkursion gelangten die Teilnehmer wieder zum Startpunkt zurück mit einer Fülle von Informationen durch Förster Menzel über sein Revier und seine Arbeit.

R. Schug