Exkursion in den Roßberg-Steinbruch am Samstag, 26. Mai 2018

Rossbergexkursion 2018Wie es mittlerweile schon Tradition ist, hatte der Kulturhistorische Verein Roßdorf e.V. auch dieses Jahr mit Genehmigung der OHI zu einer öffentlichen Roßberg-Führung eingeladen, und so erschienen bei bestem Wetter auch dieses Mal 84 Besucher zur Begehung des Roßbergs unter Führung von Dr. Rudolf Schug. Unter den Teilnehmern waren zahlreiche auswärtige Besucher an der Exkursion beteiligt. Viele hatten überhaupt das erste Mal Gelegenheit, einen Blick in das Innere des Roßberg-Kraters bis in die Tiefsohle mit der gewaltigen Ost-Steilwand zu werfen, da ansonsten das Begehen des Betriebsgeländes strikt verboten ist.

Zuerst erinnerte Dr. Schug an das Betriebs-und Firmenjubiläum der Odenwälder Hartstein Industrie AG, die vor genau 120 Jahren am 26.05.1898 mit Start des Steinbruchbetriebs im Roßberg gegründet worden war, und über den raschen Aufstieg zu einem Großunternehmen. Während der Führung referierte Dr. Schug über die geografischen und geologischen Besonderheiten des Vulkanbergs Roßberg, über die Eigenschaften des Roßberg-Basalts und über die Arbeitswelt im Steinbruch, die anstrengende und gefährliche Tätigkeit der Steinbrucharbeiter in den Zeiten vor der Vollmechanisierung der Betriebsabläufe in der Mitte des vorigen Jahrhunderts. Das besonders interessierte Publikum stellte viele Fragen zu den verschiedenen Themen, insbesondere zu der anstehenden behördlich genehmigten Verfüllung des Steinbruchkraters mit unbelastetem Abraum aus dem OHI-Steinbruch Groß-Bieberau nach der schon erfolgten Stilllegung des Brechwerks und dem bevorstehenden Ende des Basaltabbaus im Roßberg, zumal dieses Thema Gegenstand in der öffentlichen Diskussion in Roßdorf war.. Es ist vorgesehen, den Krater mit dem Abraum über mehr als 30 Jahre bis zur der genehmigten Höhe so zu füllen, dass immer ein Teich im Steinbruch stehen bleibt und das ganze Steinbruchgebiet ein Biotop und Naturdenkmal wird. Daher nahmen die Besucher jetzt die Gelegenheit wahr, den noch vorhandenen Endzustand des Abbaukraters vor dem Beginn der Verfüllung zu besichtigen.

Dr. Rudolf Schug