Wormser Dom SeitenansichtAm Samstag, den 08. September 2012 brachen die 24 Teilnehmer zur Busfahrt nach Worms um 10:00 Uhr auf und kamen pünktlich in Worms vor dem Südportal des Doms an. Dort erwartete uns die Führerin und erläuterte uns die Architektur der verschiedenen Bauepochen des Domes und sein Schicksal mit mehreren Zerstörungen, vor allem im Spanischen Erbfolgekrieg und im 2. Weltkrieg. Sehr anschaulich erzählte sie die Entstehung des Domes durch seinen Gründer, den Bischof Burchardt, der die bisher dort herrschenden Geschlechter durch die Vermittlung von Burgen aus der Stadt entfernte und so Worms zur reinen Bischofstadt machte. Sie wies auf die großen gotischen Plastiken an der Südseite des Domes hin und führte uns dann ins Innere des Domes, wo der romanische Baukörper noch erhalten ist, aber die alte Ausstattung vollständig zerstört wurde. So wurde der heutige prächtige barocke Altar von Balthasar Neumann entworfen und gebaut.

Anschließend führte sie uns durch die Altstadt zum jüdischen Friedhof, eines der ältesten in Europa. Der Friedhof mit seinen vielen dicht gedrängt stehenden Grabstelen wird heute noch von Juden aus aller Welt besucht. Wir konnten uns von der hohen Besucherzahl überzeugen durch die vielen kleinen Zettel, die auf einzelnen Gräbern deponiert waren, ähnlich wie in Jerusalem an der Klagemauer.

Der dritte Teil der Führung führte zum Lutherdenkmal. Worms wurde in der Reformation berühmt, weil Luther auf dem Reichstag von 1521 seinen Thesen abschwören sollte, was er bekanntermaßen nicht getan hat. Das Denkmal hat eine bombastische Dimension entsprechend des Geschmacks des 19. Jahrhunderts. Die Fürsten, die Luther beschützt haben, sind ebenso in Lebensgröße dargestellt wie die Weggefährten des Reformators. Mit der ausführlichen Erläuterung der einzelnen Personen des Denkmals ging die sehr interessante Führung zu Ende. Die Führerin der Gruppe hat die Geschichte der Stadt mit den 3 Kulturen lebendig und anschaulich dargestellt, so dass die 2 Stunden schnell verflogen.

Danach hatte jeder der Gruppe Gelegenheit, die übrige Altstadt kennenzulernen, zu shoppen oder bei dem schönen Wetter die Stadt zu genießen.

Gegen 16:00 waren wir wieder in Roßdorf.

Dieter Kollmannsperger