Vernissage am 23.1.2016

SpurensucheKurz vor 16 Uhr waren alle Bilder gehängt, Objekte platziert und Scheinwerfer ausgerichtet. Der Sekt wurde in Gläser gefüllt, begleitet von Vogelgezwitscher aus den Lautsprechern, ein Vorgeschmack auf die Sinfonie „Das Lächeln der Bäume“. Die ersten Besucher schlenderten schon durch die Ausstellung und mussten nicht im nasskalten Januarwetter vor der Tür stehen.
Während Bernd-Michael Land aus seinen Samplern, Synthesizernund Drumcomputern die ersten Klänge produzierte, füllten sich die Räume der „Galerie alter Bahnhof“. Ursula Bathon konnte im Namen des Kulturhistorischen Vereins ein volles Haus begrüßen, darunter die Bürgermeisterin Christel Sprössler und den Ersten Kreisbeigeordneten Christel Fleischmann.
Erika Liefland stimmte mit einem Gedicht über „Spuren von Uns“ in die Ausstellung ein und zeigte die Bedeutung von Spuren in Kulturen, von der Steinzeit bis zum Internet. Sie sprach auch von Spuren die am Himmel oder am Strand nicht von langer Dauer sind.
Erika Schreiter bedankte sich bei allen Beteiligten und beim Kulturhistorischen Verein für die tolle Unterstützung und Vorbereitung, insbesondere bei der Museumsleiterin Barbara Hechler.
Hannes Metz bedankte sich bei Bernd-Michael Land für seine Bereitschaft, mit seiner Anlage und seinen Klängen Teil der Ausstellung zu werden. Souverän bedient Land seine Regler, Tastaturen und Knöpfe, entlockt sphärische Klänge und Rhythmen die sich hervorragend mit den ausgestellten Werken verbinden. Land hat, ebenso wie Erika Schreiter und Hannes Metz eine handwerkliche Ausbildung und so könnte als Untertitel der Ausstellung der Kunstbegriff von Land übernommen werden: Kunst ist die Summe meiner Fähigkeiten. Immer offen für neue Erkenntnisse der Klangforschung und neue Sound-Designs.
SpurensucheErika Schreiter ist auch voller Experimentierfreude in ihren Gemälden aus den letzten 30 Jahren. Ihre abstrakten Kompositionen bestechen durch ihre starke Leuchtkraft und lebhafte Strukturen. Immer wieder sieht man die interessierten und fachkundigen Besucher bei der Spurensuche in ihren Werken. Sie entdecken wie in einem Suchbild Augen, Körper, Tiere und Landschaften. Schreiter verarbeitet in ihren Bildern Erlebnisse aus vielen Reisen, aus denen sie sowohl Anregungen als auch neue Materialien mitbrachte.
Hannes Metz hat für diese Ausstellung neue Objekte geschaffen, hat seinen traditionellen Holzbalken neue Formen, Farben und Lichter hinzugefügt. Durch die Nutzung der LED Technik öffnet sich ein ganz neuer Bereich und bringt Lichtfarben in die Plastiken, die mit den strahlenden Farben von Erika Schreiter und frühlingshaften Klängen von Bernd Michael Land eine Oase im nasskalten Roßdorf bilden. Dieses Zusammenspiel wurde von den Besuchern besonders hervorgehoben.