Vernissage im Roßdörfer Handwerksmuseum mit Bildern von Wilhelm Jungmann aus der Darmstädter Residenz

Wer die überaus animierte Veranstaltung am 23. März 2013 miterlebt hat, kann daran nicht zweifeln. Gerold Resch, Vorsitzender des Kulturhistorischen Vereins, begrüßte die engagierten Zuhörerinnen und Zuhörer. Eineinhalb Jahre haben seine Frau Hanne und Dr. Peter Engels, Leiter des Darmstädter Stadtarchivs, das noch vorhandene Bildmaterial von Wilhelm Jungmann zusammengestellt und aufgearbeitet. Der heute fast Vergessene gestaltete die biedermeierliche Vergangenheit der Residenzstadt Darmstadt. 

"Ich werde mich kurz fassen", versprach der Laudator Dr. Peter Engels, der sich nicht so ganz an diese Vorgabe hielt. Wilhelm Jungmann, eine weithin vergessene Größe der Darmstädter Kunstszene, ein begeisterter Maler, Dilettant, ruft mit seinen Zeichnungen und Aquarellen das biedermeierliche Darmstadt der Garnisonstadt rund um das Schloss in Erinnerung. Einige Häuser stehen noch, Reste der Stadtmauer sind in das Darmstadtium integriert. Die liebevoll umrahmten Erinnerungsfotos lohnen mehr als einen Blick. Dr. Engels verwies auf die enge Verbindung der Stadt zur angrenzenden Gemeinde Roßdorf.

Ja, es lohnt sich, diese Ausstellung einer "besonnten Vergangenheit" zu betrachten. Bis zum 26. Mai 2013 ist sie jeden Sonntag von 15 bis 17 Uhr zu sehen, verbunden mit einer Kaffeestunde in der Remise.

Bleibt noch nachzutragen, dass Dr. Heil von Kulturhistorischen Verein zur Vernissage am Flügel Werke von Liszt, Debussy und Chopin spielte.

Ursula Dehmer-Blohm