Exkursion in den Roßberg - Steinbruch am 20. Mai 2017

Foto: Klaus SeiwaldFoto: Klaus SeiwaldWie jedes Jahr hatte der Kulturhistorische Verein Roßdorf e.V. mit Genehmigung der OHI zu einer Roßbergführung für die Roßdorfer Bürger eingeladen, und so erschienen bei bestem Wetter zahlreiche Besucher zur Begehung des Roßberges unter Führung von Dr. Rudolf Schug. Unter den Teilnehmern waren auch zahlreiche auswärtige Besucher an der Exkursion beteiligt und viele hatten überhaupt das erste Mal Gelegenheit, einen Blick ins Innere des Roßbergkraters bis in die Tiefsohle mit der gewaltigen Ost-Steilwand zu werfen, da ansonsten das Begehen des Betriebsgeländes strikt verboten ist. Während der Führung referierte Dr. Schug über die geografischen und geologischen Besonderheiten des Vulkanbergs Roßberg, über die Eigenschaften des Roßberg-Basalts und über die Arbeitswelt im Steinbruch, die anstrengende und gefährliche Tätigkeit der Steinbrucharbeiter in den Zeiten vor der Vollmechanisierung der Betriebsabläufe in der Mitte des vorigen Jahrhunderts. Das besonders interessierte Publikum stellte viele Fragen zu den verschiedenen Themen, insbesondere zu der zukünftigen Verwendung des Steinbruchkraters, wenn die OHI nach nun 120-jährigem Basaltabbau im Vulkanschlot des Roßbergs die Tätigkeit einstellt und dieses Thema inzwischen auch Gegenstand der öffentlichen Diskussion in Roßdorf ist. Es ist vorgesehen, den Krater mit unbelastetem Abraum aus dem OHI-Steinbruch Groß-Bieberau zu füllen. Daher nahmen etliche Besucher die Gelegenheit wahr, den Endzustand des Abbaukraters vor dem Beginn der Verfüllung nochmals zu besichtigen.

Dr. Rudolf Schug