Veranstaltungsberichte

Ein konzertanter Tangoabend am 3.09.2017

Mi tango queridoZum wiederholten Male traten die beiden Jenaer Musiker Bettina Born und Wolfram Born auf Einladung des Kulturhistorischen Vereins im vollbesetzten Roßdorfer Museum auf.

Beide Künstler sind Absolventen der Musikhochschule Franz Liszt in Weimar und konzertieren seit vielen Jahren sehr erfolgreich in ganz Deutschland und weiteren europäischen Ländern. In einem leidenschaftlichen Zwiegespräch zwischen Akkordeon und Klavier spannten sie den Bogen des traditionellen argentinischen Tangos bis zur großen Dramatik der Kompositionen von Astor Piazolla und Osvaldo Pugliese. Dazu gab es Kostproben weiterer südamerikanischer Komponisten wie Horacio Salgan, Geraldo Rodriguez, Pablo Jose Vasquez und auch eigene Kompositionen der beiden Künstler, die sich gut in den Rahmen des Programmes einfügten. Bettina Born trat sowohl als Akkordeonistin, als Sängerin und auch als Moderatorin auf und vermittelte mit geschickten Erläuterungen den Zuhörern das musikalische Stimmungsbild der dargebotenen Kompositionen.

Wolfram und Bettina Born spielten mit hoher Virtuosität und begeisterten die Zuhörer, die sich mit langanhaltendem Beifall für den gelungenen Abend bedankten.
FJS

 

Vernissage der FotoausstellungVernissage der FotoausstellungAm Samstag, den 12.08.2017 wurde die Ausstellung von Doris Schäfer, „Fotografische Aspekte des Basaltwerkes (OHI) im Vulkankegel vom Roßberg“ eröffnet.
Vielen Roßdörfer Bürgern ist Doris Schäfer von der freien Künstlerinitiative „Kunst von uns“ bekannt. Frau Schäfer zählt zu deren Gründungsmitgliedern, sie war jahrzehntelang dort aktiv mitgestaltend tätig.

Umso mehr freute sich die Vorsitzende des „Kulturhistorischen Vereins Roßdorf“, Ursula Bathon, mehr als 40 interessierte Besucher begrüßen zu können. Herr Dr. Hans-Peter Harres, der Frau Schäfer schon fast 50 Jahre kennt, sprach die einführenden Worte zu der Ausstellungseröffnung. In dieser Zeit hat er ihre künstlerische Entwicklung bewundernd verfolgt. Er sagte u.a.:

Der Rossberg ist für Doris Schäfer schon seit ihrer Kindheit ein vertrauter Ort. Sie besuchte mit ihrem Vater die einzelnen Abbausohlen, ging mit ihm durch den Steinbruch, wo noch die Schienen der Loren lagen und gewann ihre ersten Eindrücke. Seit den 70er Jahren ist sie bis jetzt zu allen Jahreszeiten in und um den Roßberg gegangen und hat fotografiert. Einer der Gründe dafür ist, dass sie das Gefühl hat, dass in allernächster Nähe, sozusagen vor der Haustüre, etwas ganz Besonderes, Einmaliges existiert, das von den meisten gar nicht als solches wahrgenommen wird.

Ihre analogen und digitalen Fotos der Ausstellung sind Ausdruck einer emotionalen Ebene. Dies wird insbesondere an ihrer Auswahl der Details ersichtlich. Einige Aufnahmen wurden von Frau Schäfer am Computer entweder verändert und verfremdet oder gewählte Ausschnitte wurden freigestellt. Außerdem hat sie ältere Bilder zu Collagen verarbeitet. Insgesamt zeigt es sich, dass Doris Schäfer sowohl eine Vorliebe für das Detail als auch einen Blick für das Besondere hat und auch weiß dieses jeweils hervorzuheben. So werden manche Objekte aus ihrem Zusammenhang genommen und gewinnen dadurch eine andere Bedeutung. Sie werden somit zu künstlerisch gestalteten Bildern.

Durch die eigene Sicht und Vorgehensweise von Doris Schäfer wird somit Alltägliches zum Besonderen. Plötzlich entdeckt man eine Schönheit, die man vorher nicht bewusst wahrgenommen hat. Einige Betrachter werden sich sicherlich fragen, was haben denn diese Bilder mit dem Roßberg zu tun? Es ist aber sicher, dass alle Bilder aus dem Roßberg stammen, auch wenn dies bei einigen Abbildungen nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist.

Das Darmstädter Echo berichtete in seiner Ausgabe vom 14.08.2017 unter dem Titel Bilder wie von einem anderen Planeten.

Kammerkonzert mit wohlklingenden Bläsern

Das Kammerkonzert am 13.05.2017 im Roßdorfer Museum hätte eigentlich bereits am Totensonntag 2016 stattfinden sollen. Wegen Erkrankungen der Musiker musste es verschoben werden und auch die Besetzung wurde geändert. Ein hochkarätiges Ensemble, der Oboist Michael Höfele vom Radio-Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks, der Pianist Norbert Henss von der Akademie für Tonkunst sowie der Fagottist Hans Jürgen Höfele vom Staatstheater Darmstadt boten ein anspruchsvolles Programm mit klassischer und moderner Musik, das die Zuhörer begeisterte.

Als erstes wurde eine Sonatine für Oboe und Klavier des englischen Komponisten Thomas Attwood Walmisley (1814 – 1856) präsentiert. Dieser Komponist lebte in Cambridge als Organist und später als Professor für Musik und ist bekannt für seine Beiträge zur anglikanischen Kirchenmusik. Sein Werk wurde in ruhigem Zeitmaß und mit weichem, schönem Ton vorgetragen und war für viele Anwesende eine Neuentdeckung. Danach hörte man das bekannte As-Dur-Impromptu für Klavier Solo von Franz Schubert, von Norbert Henss sehr eindrucksvoll interpretiert.

Ein zeitgenössisches Werk von Christhard Janetzki, die viersätzige Sonate für Fagott und Klavier, schloss sich an. Der anwesende Komponist, aus der Schule von Paul Hindemith, stellte sein Werk vor und gab dazu einige Erläuterungen. Er bezeichnete die Stilrichtung als nicht avantgardistisch, sondern eher als neoklassisch. Dieses Werk entstand um das Jahr 2000 und wurde von den gleichen Musikern gespielt wie bei der Uraufführung. Besonders der letzte Satz bestach durch atemberaubend schnelle Passagen beider Spieler, besonders des Fagottisten.

Nach der Pause gab es das Duo für Oboe und Fagott von Allan Stephenson, ein modernes Werk des britischen Komponisten, der zurzeit in Südafrika lebt und sich von der einheimischen Musik inspirieren lässt. Die beiden Geschwister Höfele harmonierten hervorragend miteinander und gaben mit wohlklingendem Bläserklang eine Kostprobe ihres Könnens.

Zum Schluss des Abends kam mit Beethovens Trio für Oboe, Fagott und Klavier, dem Gassenhauer-Trio, wieder die klassische Musik zur Sprache. Dies war zudem die einzige Möglichkeit des Abends, alle drei Musiker gemeinsam zu hören. Eine kurze Zugabe, Salut d‘ amour von Edgar Elgar beschloss einen gelungenen Konzertabend, dessen Zuhörer sich mit lang andauerndem Applaus bedankten.

FJS

Das Darmstädter Echo berichtete in seiner Ausgabe vom 24.04.2017 über die Ausstellungseröffnung mit Kunst aus dem Bestand des KHV. Zum Bericht.

Puppenspiel im Museum am 26.3.2017 stark nachgefragt

Siggi, der kleine Ritter, hatte sich vor vollem Haus zu beweisen: Ritter werden und den Drachen besiegen oder lieber Musik machen und Lieder trällern?

Im abgedunkelten Museum erlebten zahlreiche Kinder eine spannende Stunde mit den wunderbaren Puppen von Eva Böhm. Die Darmstädter Künstlerin war früher oft Gast der Kinder- und Jugendförderung gewesen, doch schon ewig nicht mehr in Roßdorf.

Dankbar zeigten sich die Kinder und Eltern, dass der Kulturhistorische Verein so eine spannende Vorführung für die Kleinen wieder möglich gemacht hatte. Der parallel stattfindende Ostermarkt in der AWO-Anlage war eine schöne Ergänzung zum sonntäglichen Besuch des Puppentheaters Pusteblume.

ej

Industriedenkmal RoßbergseilbahnIndustriedenkmal RoßbergseilbahnAm Freitag, den 24.März versammelten sich interessierte Bürger Roßdorfs, um die Einweihung des Seilbahn-Denkmals mitzuerleben, das der Kulturhistorische Verein Roßdorf im Freigelände neben dem Alten Bahnhof errichten ließ. Unsere Vereinsvorsitzende Ursula Bathon begrüßte die Gäste, insbesondere den Geschäftsführer der OHI Dr. Aretz mit seinen Mitarbeitern, die sich mit besonderem Einsatz für das Gelingen des Projekts eingesetzt haben sowie Herrn Rück in Vertretung unserer Bürgermeisterin. Der besondere Dank gilt den Sponsoren, die neben der OHI mit großzügiger finanzieller Unterstützung für Realisierung des Denkmals beigetragen haben, nämlich die Jubiläumsstiftung der Sparkasse Darmstadt und die Haftpflichtkasse Darmstadt. Die Fundamentierungsarbeiten für das Traggestell der Seilbahn hat der Bauhof der Gemeinde Roßdorf übernommen. Die Konstruktion und die Errichtung des Traggestells hat die Schlosserei Bichler ausgeführt.

Dr. Schug erläuterte die Schritte zur Realisierung des Industriedenkmals vom Auffinden der verrosteten Einzelteile der ehemaligen Seilbahn, die Wiederaufbereitung der Originalteile in der Lehrwerkstatt der OHI und die technischen Daten des kombinierten Transportsystems Einschienenhochbahn und Seilbahn, wobei der Abschnitt Einschienenhochbahn im Denkmal aufgebaut ist und der Arbeitssituation am Wenderad im Steinbruch entspricht, wie dies auch auf der Schautafel mit Bildern und Text erläutert ist. Dr. Schug unterstrich, dass das Industriedenkmal von seiner Bedeutung her weniger ein technisches Denkmal als vielmehr ein Symbol für die inzwischen 119-jährige Betriebsgeschichte der OHI am Traditionsstandort Roßberg und deren großen Einfluss für die wirtschaftliche Entwicklung Roßdorfs und damit der Ortsgeschichte ist.

Dr. Aretz gab auch noch einige interessante Hinweise zur weiteren Nutzung des Roßberg-Steinbruchs: Der Basaltabbau im Steinbruch wird im Sommer fortgesetzt. Die Verarbeitung der Basaltbruchsteine erfolgt in einer beweglichen Brecheranlage im Steinbruch, bis die abbauwürdigen Basaltvorkommen erschöpft sind. Die Verfüllung des Steinbruchs mit unbelastetem Abraum aus dem Steinbruch Groß-Bieberau ist von den Behörden genehmigt worden und wird zu gegebener Zeit aufgenommen.

R. Schug

Weltreise – Lichtbildervortrag über Neuseeland von Sabine und Michael Menzel am Freitag, 17. Februar im Museum Alter Bahnhof

Dieses Mal erlebten die Besucher den inzwischen vierten Vortrag über die einjährige Weltreise, und es ist erstaunlich, welch großes Interesse nach wie vor der Bericht von Michael Menzel über die Eindrücke und Erlebnisse und die wunderbaren Bilder von Sabine Menzel beim Publikum erwecken. Offenbar ist es Neuseeland, das mit seiner attraktiven, abwechslungsreichen Landschaft die Zuschauer fesselt und der lebendige und anschauliche Vortrag von Herrn Menzel, der die Zuschauer auf den Wanderungen zu den landschaftlichen Schönheiten der Süd- und Nordinsel Neuseelands mitnimmt. Jedenfalls war der Museumssaal bis zum allerletzten Platz gefüllt und das begeisterte Publikum erlebte zum wiederholten Mal einen schönen Vortragsabend.

Dr. Rudolf Schug

Kinder lesen vorSchon seit länger als 10 Jahren wird im Museum am Tag nach dem bundesweiten Vorlesetag von Kindern der vierten Klassen der beiden Roßdörfer Grundschulen vorgelesen. So auch wieder in diesem Jahr am 19.11.2016.

Frau Pokinskyj begrüßte Eltern, Lehrerinnen, den Schulleiter der Gundernhäuser Schule, Herr Krauß und andere Gäste. Sie alle erlebten einen kurzweiligen, wunderbaren Nachmittag. Die Vorleserinnen und Vorleser hatten interessante Bücher ausgesucht und sehr gut betont, ja geradezu gekonnt mit modellierter Stimme die ausgewählten Texte vorgetragen, dass es ein Genuss war, zuzuhören.

Bei dem Buch „Der Kirchendieb“ las Milena mit Spannung in der Stimme vor, wie Johanna dem Dieb mit einem Messer in der Hand begegnet. Genauso wurden die Zuhörer bei dem Buch „Gangsta-Oma“, aus dem Patrick vorlas, wie Bens Oma beinahe einen Einbruch bei einem Juwelier begeht, in Bann gezogen. Lena hatte sich für ein Buch der Serie „Die Drei ???“ entschieden. Sie bezog das Publikum mit ein, ob an einer Stelle weitergelesen werden sollte, was natürlich bejaht wurde. Auch sie trug ihren Text lebendig und gut betont vor. Ollis Buch „ Oma, schreit der Frieder“ war lustig. Frieder will sich nicht waschen, es sei so oft nicht nötig, was die Oma natürlich anders sieht. Die Beschreibung, wie Frieder eine „Katzenwäsche“ versucht, brachte die Zuhörer zum Schmunzeln. Das hatte aber auch etwas mit der Art, wie Olli seinen Text vortrug, zu tun, nämlich lebendig und gekonnt. Liv hatte sich für das Buch „Charlottes Traumpferd“ entschieden, in dem die Zusammenarbeit zwischen Pferd und Reiter beschrieben wird. Charlotte gerät mit ihrer Reitlehrerin im Frankreichurlaub in ein Unwetter, die Lehrerin verunglückt, und Charlotte holt Hilfe bei strömendem Gewitterregen. Liv gestaltete ihren Vortrag einfühlsam und spannend.
Frau Lörincz dankte den Kindern mit einem Gedicht und einer lustigen Geschichte „Der Elefant auf Papas Auto“. Sie betonte den Mut der Vorleserinnen und Vorleser, vor einem Publikum laut vorzulesen. Sie lobte auch die Auswahl der Bücher, die zum Lesen lockten. Nun konnten alle Kinder ihre Büchergutscheine als Anerkennung des Kulturhistorischen Vereins entgegennehmen.
Als Sprecher der beiden Grundschulen dankte Herr Krauß den Moderatorinnen Frau Lörincz und Frau Pokinskyj für die gute Zusammenarbeit.
Unsere Vorleser/innen waren: Milena Kornilov, Oliver Dietrich und Liv Schwinnen von der Rehbergschule sowie Lena Geyer und Patrick Koop von der Gundernhäuser Schule. Wir freuen uns auf den Vorlesenachmittag im nächsten Jahr.
B:P:

Eisenbahnerlebnisse aus und um Roßdorf

Vortrag von Uwe Breitmeier am 11. Nov. 2016

Foto: Klaus SchollenbergerFoto: Klaus SchollenbergerMan merkt, dass es viele Eisenbahn-Fans in und um Roßdorf gibt. Sie versammelten sich zahlreich im Bahnhofsmuseum und warteten gespannt, über welche persönlichen Erlebnisse zum Thema Eisenbahn Uwe Breitmeier in einem Lichtbildervortrag berichtet.

Die Leidenschaft für die Eisenbahnwelt und insbesondere für die mächtigen Dampflokomotiven hat Herrn Breitmeier von Jugend an gepackt. Da genügte es ihm nicht mehr, dem Eisenbahnbetrieb aus der der Distanz zuzuschauen und sich mit seiner Modell-Eisenbahn zu beschäftigen. Sein Ziel war immer, sich direkt mit der Technik der gewaltigen Maschinen zu befassen und natürlich im Führerstand der Lokomotiven zu fahren.

Uwe Breitmeier hat seinen Traum verwirklicht. Er bewarb sich als junger Mann bei der Bundesbahn als Heizer auf Dampflokomotiven und bestand die Abschlussprüfung. Seitdem nahm er jede Gelegenheit wahr, neben seinem Jurastudium im Führerstand von Dampfloks aktiv Personen- und Güterzüge zu fahren, um sein Studium zu finanzieren.

Er schilderte seine Erlebnisse und Erfahrungen als Heizer auf Dampflokfahrten in äußerst anschaulicher Art, so dass man als bahntechnischer Laie eine Vorstellung davon bekam, wie umfangreich und kompliziert es ist, eine Lokomotive zum Laufen zu bringen und ihre volle Leistung abzurufen. Dies schilderte er z.B. an einigen drastischen Beispielen von Fahrten mit schweren Schotterzügen im Odenwald. Die älteren Roßdorfer Einwohner wissen noch aus eigener Anschauung, mit welcher Mühe die schweren Schotterzüge von der Bahnverladestelle der OHI an der Goldkaute über die Steigungsstrecke zur Kubig-Brücke gezogen wurden, manchmal mit zwei vorgespannten Güterzuglokomotiven und mit mehrmaligem Anlauf, um über den Berg zu kommen. Auch solche Fahrten zählen zu den eigenen Erfahrungen von Herrn Breitmeier, die er spannend und plastisch dem gespannt folgenden Publikum schilderte.

R. Schug

Das Darmstädter Echo berichtete in seiner Ausgabe vom 15.11.2016 (zum Bericht).

Märchen von Liebe und Glück

Foto: Darmstädter EchoFoto: Darmstädter Echo... erzählte Michaele Scherenberg mit Herz und Leidenschaft in der mit vielen Sternen und Lichtern dekorierten Remise des Roßdörfer Museums. Sie gestaltete zum zweiten Mal einen Abend mit Geschichten, die sie in einer wunderbar modellierten Sprache zu Gehör brachte. Eine ganz besondere Atmosphäre zwischen der „Märchenfrau“ und den Zuhörern , die so ganz persönlich angesprochen wurden, war schnell zu spüren. Das Märchen „Die Alte im Walde“ und die Geschichte von der Maus eröffneten den Geschichtenreigen, der durch gemeinsames Singen die Zuhörer einbezog.
In der Pause gab es bei Wein und Schmalzbroten ein frohes Miteinander. Interessierte konnten CDs von Frau Scherenberg und nette Kleinigkeiten wie Sterne, geschmückte Kerzen, Marmeladen und Obstbrände kaufen.

Der zweite Teil brachte „Geschichten von Samt und Seide“, die das Publikum in ihren Bann zogen und den tieferen Sinn des Lebens zeigten. In einem persischen Märchen bewegte die Tochter eines Teppichwebers einen Königssohn dazu, dieses Handwerk zu erlernen. Das brachte ihm die geliebte Frau und rettete ihm später das Leben. Weiter ging es mit Gedichten, wobei ein Besucher für seinen Gedichtsvortrag mit einer CD belohnt wurde. Frohes Lachen erschallte bei der Geschichte, die von Zuhörern nach Anweisung der Erzählerin dargestellt wurde.

Nach fast drei Stunden endete der Abend, an dem es besinnliche, aber auch heitere und lustige Momente gab. Danke den vielen Helfern des Kaffeeteams und der Nachbarschaft, die für das leibliche Wohl und die Technik sorgten. Danke, liebe Michaele Scherenberg, die sich mit neuen Ideen für weitere Veranstaltungen in unserem Roßdörfer Museum verabschiedete.

B.P.

Das Darmstädter Echo berichtete in seiner Ausgabe vom 8.11. (zum Bericht).

 

Klaviermatinée mit Vincent und Sophie Neeb

Sophie und Vincent NeebZum zweiten Mal nach 2014 gaben die Geschwister Neeb am Sonntag, den 23.10.2016 im Museum Roßdorf ein Klavierkonzert vor ausverkauftem Haus. Die beiden talentierten und trotz ihrer Jugend erfolgreichen Pianisten haben sich in der Musikwelt schon einen Namen gemacht und mit ihren Auftritten auch vor großem Publikum begeistert., so zum Beispiel bei ihrem Neujahrskonzert 2016 vor der Deutschen Chopin-Gesellschaft im Darmstädter Kennedyhaus und im Abschlusskonzert des Meisterkurses 2016 der Chopingesellschaft in der Orangerie.

Umso erfreulicher ist es, dass auch wir in Roßdorf die Gelegenheit hatten, das außerordentliche Können der beiden Jungpianisten mit einem anspruchsvollen Musikprogramm zu bestaunen.

In seinen Solostücken zeigte Vincent sein inzwischen erreichtes überragendes pianistisches Können. Dies demonstrierte er in beeindruckender Weise bei dem Musikstück von Maurice Ravel „Gaspard de la nuit: 3. Scarbo“, das unter Pianisten als eines der technisch schwierigsten und anspruchsvollsten Musikstücke gilt und das er mit Bravour meisterte.

Sophie zeigte in ihrem Solo-Stück von Frederic Chopin: Ballade As-Dur op. 47 schon ein hohes erreichtes technisches und ausdrucksmäßiges Niveau.

Aber die vierhändig gespielten Stücke (der Walzer op. 39 von Brahms zu 4 Händen und die Rhapsodie Espagnole von Maurice Ravel ) waren der eigentliche Höhepunkt des Konzerts. Die absolute Harmonie zwischen den Geschwistern beim vierhändigen Zusammenspiel ist einmalig und begeistert jeden Zuhörer. Hier tritt Sophie auch pianistisch aus dem Schatten ihres Bruders mit ihrem außerordentlichen Gefühl für Rhythmus und Melodieführung.

Insgesamt erlebte das Publikum einen wunderbaren Sonntagvormittag mit den sympathischen jungen Geschwistern Neeb.

R. Schug