30 Jahre Rückkehr der Biber in Hessen:
Das Museum Roßdorf zeigt eine Sonderausstellung in der Fekete- Galerie 

Zur Eröffnung der Sonderausstellung am 10. Oktober waren Biberexperten, Natur- und Biberfreunde gekommen, um den einführenden Erläuterungen des Forstdirektor a.D. Kurt Schäfer interessiert zu folgen. Die Ausstellung des Hessischen Forstmuseum Klein-Auheim zeigt die Lebensweise und Biologie des Bibers in Hessen, die Landschaftsgestaltung und die damit einhergehende Artenvielfalt in den neu entstandenen Lebensräumen.

Die Ausstellung in der Fekete-Galerie ist bis einschließlich 30.01.2022 zu sehen.

   


Seit mehreren hundert Jahren gab es in Hessen keine Biber mehr. Der letzte Biber wurde 1596 an der Gersprenz im Odenwald erlegt.

In den 1980er Jahren startete ein Wiederansiedlungsprojekt für den Biber im Hessischen Spessart. Die ausgesetzten Elbe-Biber aus der Dübener Heide fühlten sich im Spessart schnell wohl und wurden heimisch. Mit zunehmendem Familiennachwuchs begannen sie über die Grenzen des Spessarts hinaus zu wandern und viele hessische Gewässersysteme zu besiedeln. So kam der Biber zurück über die Kinzig und den Main in das Tal der Gersprenz.

Aufmerksame Wanderer können seine Spuren im oberen Gersprenztal aber auch rund um das Naturschutzgebiet Reinheimer Teich entdecken.

In der Ausstellung wird die Wiedereinbürgerung des Bibers in Hessen, seine Lebensweise und seine Bedeutung für Landschafts- und Biotopgestaltung auf zehn Tafeln anschaulich dargestellt. Dazu gibt es noch einige Anschauungsprojekte.

Die Ausstellung ist sehr ansprechend für Erwachsene und für Kinder gestaltet.