Reise- und Exkursionsberichte

Waldexkursion des KHV mit Förster Menzel am Samstag, den 21.09.2019

Waldexkursion 2019Das extreme Dürrejahr 2018 mit dem Austrocknen der Baumkronen, dem Befall der Nadelbaumbestände durch den Borkenkäfer, dem Pilzbefall einiger Laubbaumarten und der Stürme haben dem Forst in Deutschland schwer zugesetzt . Die Auswirkungen des Wetters in 2018 sind jetzt im Folgejahr 2019, das bis jetzt auch viel zu trocken verlief, in erschreckender Weise deutlich geworden. Die besorgte Frage, wie es dem Roßdorfer Wald ergeht, bewegte 25 Teilnehmer, an der Waldexkursion unter sachkundiger Führung durch Förster Menzel teilzunehmen. Die Standortverhältnisse im Roßdorfer Wald mit dem welligen Profil und den unterschiedlichen Bodenverhältnissen zeigen deutlich, wie die einzelnen Baumarten an ihrem Standort mit den extremen Wetterbedingungen zurechtgekommen sind. Standortgerechte Bäume sind eindeutig begünstigt und können auch die Trockenheit überstehen. Von den Laubbäumen haben besonders die Buchen an ungünstigen Standorten zu leiden und werden wahrscheinlich absterben, wie das an anderen Standorten im enorm großen Revier von Förster Menzel schon der Fall ist. Er betont, dass die natürliche Baumverjüngung über einen längeren Zeitraum zeigen wird, welche Baumarten mit dem Klimawandel zurechtkommen werden.

Ein besonderes Problem ist bei den Nadelhölzern, insbesondere der Fichte, dass sie durch die derzeitigen Klimaverhältnisse so geschwächt sind, dass sie den Befall durch Borkenkäfer nicht mehr abwehren können und absterben. Als erschreckendes Beispiel ist in der Forstabteilung 17 des Roßdorfer Forstes nahe beim ersten Windrad der gesamte Baumbestand eines Fichtenhochwalds abgestorben. Die abgestorbenen Fichten werden auch so stehen bleiben, da eine Abholzung und Verwertung des Käferholzes auf dem Holzmarkt wegen der Schadholzschwemme mit Preisverfall nicht möglich ist.

Beim Waldrundgang wurde auch die unter Naturschutz stehende Gundernhäuser Sandkaute im Wald nahe am Endstumpf der B38 besichtigt. Es handelt sich hierbei geologisch um eine in den Zwischeneiszeiten angewehte Sanddüne, die auf dem wasserabsperrenden Untergrund des Rotliegenden abgelagert ist und durch anstehende Sandabbrüchen und die Magerrasenfläche ein wertvolles Biotop für Flora und Fauna bildet.

Nach einem dreistündigen Waldrundgang mit der bekannt anschaulichen und intensiven Beschreibung des Waldzustandes im Roßdorfer Wald durch Förster Menzel sind die Teilnehmer mit zahlreichen aktuellen Erkenntnissen zum Startpunkt zurückgekehrt.

Dr. Schug

Fahrt zum Europäischen Kulturpark und zu den Glasbläser im Elsass am 12. und 13.09.2019

Der deutsche Teil des Kulturparks unmittelbar an der Blies zeigt, dass diese Gegend fruchtbar und seit der Steinzeit besiedelt war. An dieser Stelle waren mehrere Hügelgräber, von denen aber alle bis auf eins geplündert waren. Dieses Hügelgrab wurde erst in den 90iger Jahren entdeckt. Es enthielt das Grab einer Keltischen Fürstin mit wertvollen Beigaben. Dass es sich um eine Frau handelt, beweisen Armringe an beiden Armen. Männer trugen nur Armringe am rechten Arm. Beigaben aus Bernstein und Schmuck aus dem Mittelmeerraum zeigen die ausgedehnten Handelsbeziehungen der Kelten im 4. u. 3. Jh v. Chr. Neben dem Hügelgrab wurde im 2. JH nach Chr. ein römischer Gutshof gebaut, der nach der Entdeckung des Fürstinnengrabs ausgegraben und die Grundmauern freigelegt wurden.

Nach einem Mittagessen in der wiederaufgebauten Taverne des Gutshofs fuhren wir nach Meisenthal an der Grenze zwischen Elsass u. Lothringen, das Zentrum der Glasbläserei in Frankreich. Wir hatten eine ausführliche Führung zu der Technik des Glasblasens und anschließend einen Blick in den Betrieb der Glasbläserei. Gegen Abend fuhren wir durch den schönen Wald der Nordvogesen ins Hotel Lion d´Or in La Petite Pierre (deutsch Lützelstein), wo wir zu Abend aßen und übernachteten.

Elsass

Nach einem ausführlichen Frühstück fuhren wir nach Wingen sur Moder zum Musèe Lalique, das die Glaskunst des berühmten Designers Lalique in allen Facetten seines Werkes und seine Ausstellung im Glaspalast der Weltausstellung von 1900 in Paris zeigt. Nach dem Mittagsessen im Freien neben dem Museum fuhren wir ins benachbarte Musée Sait Louis, in dem die gesamte Breite der Glaskunst mit der entsprechenden Technik auf jeweils einen daneben stehenden Bildschirm erklärt wurde. Gegen 19:00 Uhr kamen wir zurück nach Roßdorf. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass diese Exkursion ein besonderes Erlebnis war.

Dieter Kollmannsperger

Exkursion in den Roßberg-Steinbruch am Samstag, den 25. Mai 2019

Roßberg-ExkursionWie es mittlerweile schon Tradition ist, hatte der Kulturhistorische Verein Roßdorf e.V. auch in diesem Jahr mit Genehmigung der OHI zu einer öffentlichen Roßbergführung eingeladen, und so erschienen bei bestem Wetter auch dieses Mal zahlreiche Besucher zur Begehung des Roßbergs unter Führung von Dr. Rudolf Schug. Unter den Teilnehmern waren viele auswärtige Besucher an der Exkursion beteiligt. Viele hatten überhaupt das erste Mal Gelegenheit, einen Blick in das Innere des beeindruckenden Steinbruchkraters bis in die Tiefsohle und auf die gewaltige 100m hohe Ost-Steilwand aus Basaltsäulen zu werfen, da die ganze Tiefe des Steinbruchs von der Bergaußenseite aus nicht einsehbar ist und das Begehen des Betriebsgeländes strikt verboten ist.

Während der Führung referierte Dr. Schug über die interessante geografische und geologische Umgebung von Roßdorf und die geologischen Ursachen für die Entstehung des Roßberg-Vulkans im Zusammenhang mit dem Einbruch des Oberrheintalgrabens. Über 120 Jahre wird der Basalt im Vulkanschlot abgebaut, da er ein hervorragender Baustoff auf Grund seiner besonders hohen Festigkeit und Verwitterungsbeständigkeit ist. Viele Fragen wurden vom Publikum gestellt, z.B. zur Entstehung der Basaltsäulen, zu den Funden von Zeolith-Mineralien im Basalt, zu der Wasserhaltung in dem Steinbruchkrater, zu den früheren Betriebsabläufen im Steinbruch in den Zeiten vor der Vollmechanisierung des Steinbruchs und vieles mehr. Da das Brechwerk seit 2017 stillgelegt ist und der jetzige Basaltabbau im Steinbruch nur noch unter Einsatz einer transportablen Brecheranlage erfolgt, bis das abbauwürdige Basaltvorkommen erschöpft ist, stellt sich für das Publikum die Frage, was nach Einstellung des Basaltabbaus in dem tiefen Steinbruchkrater geschehen soll. Es ist nach Betriebsende des Steinbruchs die behördlich genehmigte Verfüllung des Steinbruchkraters bis zur halben Höhe mit unbelastetem Abraum aus dem OHI Steinbruch Groß-Bieberau vorgesehen. Durch das steigende Wasser im Bruch wird immer ein Teich stehen bleiben, so dass das ganze Steinbruchgebiet zu einem Biotop und Naturdenkmal wird.

Dr. Rudolf Schug

Exkursion in den Roßberg-Steinbruch am Samstag, 26. Mai 2018

Rossbergexkursion 2018Wie es mittlerweile schon Tradition ist, hatte der Kulturhistorische Verein Roßdorf e.V. auch dieses Jahr mit Genehmigung der OHI zu einer öffentlichen Roßberg-Führung eingeladen, und so erschienen bei bestem Wetter auch dieses Mal 84 Besucher zur Begehung des Roßbergs unter Führung von Dr. Rudolf Schug. Unter den Teilnehmern waren zahlreiche auswärtige Besucher an der Exkursion beteiligt. Viele hatten überhaupt das erste Mal Gelegenheit, einen Blick in das Innere des Roßberg-Kraters bis in die Tiefsohle mit der gewaltigen Ost-Steilwand zu werfen, da ansonsten das Begehen des Betriebsgeländes strikt verboten ist.

Zuerst erinnerte Dr. Schug an das Betriebs-und Firmenjubiläum der Odenwälder Hartstein Industrie AG, die vor genau 120 Jahren am 26.05.1898 mit Start des Steinbruchbetriebs im Roßberg gegründet worden war, und über den raschen Aufstieg zu einem Großunternehmen. Während der Führung referierte Dr. Schug über die geografischen und geologischen Besonderheiten des Vulkanbergs Roßberg, über die Eigenschaften des Roßberg-Basalts und über die Arbeitswelt im Steinbruch, die anstrengende und gefährliche Tätigkeit der Steinbrucharbeiter in den Zeiten vor der Vollmechanisierung der Betriebsabläufe in der Mitte des vorigen Jahrhunderts. Das besonders interessierte Publikum stellte viele Fragen zu den verschiedenen Themen, insbesondere zu der anstehenden behördlich genehmigten Verfüllung des Steinbruchkraters mit unbelastetem Abraum aus dem OHI-Steinbruch Groß-Bieberau nach der schon erfolgten Stilllegung des Brechwerks und dem bevorstehenden Ende des Basaltabbaus im Roßberg, zumal dieses Thema Gegenstand in der öffentlichen Diskussion in Roßdorf war.. Es ist vorgesehen, den Krater mit dem Abraum über mehr als 30 Jahre bis zur der genehmigten Höhe so zu füllen, dass immer ein Teich im Steinbruch stehen bleibt und das ganze Steinbruchgebiet ein Biotop und Naturdenkmal wird. Daher nahmen die Besucher jetzt die Gelegenheit wahr, den noch vorhandenen Endzustand des Abbaukraters vor dem Beginn der Verfüllung zu besichtigen.

Dr. Rudolf Schug

Am Samstag, den 22.04.2018 trafen sich die Exkursionsteilnehmer bei strahlendem Sonnenschein am Kubig-Parkplatz, um zum ehemaligen US-Schießstand bei der Moret zu starten. Erste Station war das Windrad auf dem Tannenkopf. Hier erläuterte Förster Menzel die Eingriffe in den Wald zur Schaffung der Freiflächen, die für die Aufrichtung der Windräder erforderlich waren und für einen späteren Abbau frei gehalten werden müssen. Der in der Nähe befindliche Rotmilan-Horst ist nicht mehr besetzt. Das Milan-Paar ist in den Bereich der Menhir-Anlage umgezogen.

Unterwegs in der Geburtstagsallee wies Herr Menzel auf einen frischgefällten kapitalen Eichenstamm hin, der für ein neues Kreuz auf dem Rehberg vorgesehen ist. Auf der Wegstrecke erfuhren wir interessante Details über das ausgedehnte Forstrevier von Förster Menzel, das sich von Roßdorf bis nach Urberach ausdehnt und in forstwirtschaftliche Abteilungen mit Durchnummerierung aufgegliedert ist für den Gemeindewald Roßdorf und Gundernhausen, Messel und Urberach sowie die Abteilungen des Staatsforstes, in dem der ehemalige Schießstand liegt. Allein die Wegstrecken für die Aufsicht im Revier summieren sich im Jahr auf 10000 Km. Pro Stunde wächst auf einem Hektar Wald 1 Kubikdezimeter Holz. Der Einschlag im Gemeindewald Roßdorf beträgt 3000 Kubikmeter Holz / Jahr und liegt damit deutlich unter der Nachhaltigkeitsgrenze. Da der Wald FSC-zertifiziert ist, sind bestimmte Regeln der Forstbewirtschaftung einzuhalten, z.B. der einzuhaltende Abstand und die Tiefe der Rückegassen in die Abteilungen für den Holzeinschlag.

Waldexkursion 2018Schließlich gelangten wir zum Schießstand, den wir schon im vorigen Jahr bei einer Waldexkursion besucht hatten und der gerade durch eine Rekultivierungsmaßnahme als Heidelandschaft mit Drainagegräben und Aufforstungsinseln an den Platzrändern eingerichtet worden war. Jetzt konnte man zum vorigen Jahr einschätzen, wie die Vegetation fortgeschritten ist. Das Ergebnis ist enttäuschend. Die beabsichtigte Schaffung einer Heidelandschaft erfordert eine aufwendige Pflege und erscheint nicht standortgerecht.

Nach einer vierstündigen Exkursion gelangten die Teilnehmer wieder zum Startpunkt zurück mit einer Fülle von Informationen durch Förster Menzel über sein Revier und seine Arbeit.

R. Schug

Exkursion in den Roßberg - Steinbruch am 20. Mai 2017

Foto: Klaus SeiwaldFoto: Klaus SeiwaldWie jedes Jahr hatte der Kulturhistorische Verein Roßdorf e.V. mit Genehmigung der OHI zu einer Roßbergführung für die Roßdorfer Bürger eingeladen, und so erschienen bei bestem Wetter zahlreiche Besucher zur Begehung des Roßberges unter Führung von Dr. Rudolf Schug. Unter den Teilnehmern waren auch zahlreiche auswärtige Besucher an der Exkursion beteiligt und viele hatten überhaupt das erste Mal Gelegenheit, einen Blick ins Innere des Roßbergkraters bis in die Tiefsohle mit der gewaltigen Ost-Steilwand zu werfen, da ansonsten das Begehen des Betriebsgeländes strikt verboten ist. Während der Führung referierte Dr. Schug über die geografischen und geologischen Besonderheiten des Vulkanbergs Roßberg, über die Eigenschaften des Roßberg-Basalts und über die Arbeitswelt im Steinbruch, die anstrengende und gefährliche Tätigkeit der Steinbrucharbeiter in den Zeiten vor der Vollmechanisierung der Betriebsabläufe in der Mitte des vorigen Jahrhunderts. Das besonders interessierte Publikum stellte viele Fragen zu den verschiedenen Themen, insbesondere zu der zukünftigen Verwendung des Steinbruchkraters, wenn die OHI nach nun 120-jährigem Basaltabbau im Vulkanschlot des Roßbergs die Tätigkeit einstellt und dieses Thema inzwischen auch Gegenstand der öffentlichen Diskussion in Roßdorf ist. Es ist vorgesehen, den Krater mit unbelastetem Abraum aus dem OHI-Steinbruch Groß-Bieberau zu füllen. Daher nahmen etliche Besucher die Gelegenheit wahr, den Endzustand des Abbaukraters vor dem Beginn der Verfüllung nochmals zu besichtigen.

Dr. Rudolf Schug

Bericht über die Exkursion nach Bad Münster am Stein und Meisenheim am 25.4.17

Unser erstes Ziel auf dieser Fahrt mit 39 Teilnehmern war der Rotfelsen über dem Nahetal. Der Bus musste sich auf der steilen und sehr schmalen Straße bis zum Parkplatz hoch schlängeln und wir dann bis zur Felskante laufen. Dann lohnte sich aber der einzigartige Panoramablick über das untere Nahetal mit Bad Münster a. Stein und der Ebernburg. Nach einem Spaziergang entlang des Rotfelsens fuhren wir ins Tal nach Bad Münster am Stein. Der Spaziergang entlang der Nahe führte direkt unter dem beeindruckenden Felsen des Rheingrafensteins mit der Burgruine vorbei an der Saline des Kurbades und dem Kurpark.

Nach einem guten Mittagessen im Brauhaus zu Meisenheim fuhren wir zur Kirche. Zur Einstimmung gab uns die Organistin – nach einer Einführung in die berühmte, 200 Jahre alte Stumm-Orgel - ein 20-minütiges Orgelkonzert, wobei sie die Variationsbreite mit ihren vielen Registern und Orgelpfeifen uns vorführte. Anschließend zeigten uns die beiden Stadtführer die Vielfältigkeit der gotischen Kirche mit den Gräbern der pfälzischen Wittelsbacher und anschließend die vielen Häuser und Gassen aus dem Mittelalter. Die Stadt wurde nie zerstört, der pfälzische Erbfolgekrieg sowie die beiden Weltkriege brachten keine Zerstörung. So erlebten wir Meisenheim als mittelalterliche Stadt im Tal der Glan, wie man ihn in Deutschland so komplex nur noch selten findet.

Dieter Kollmannsperger

Am Samstagmorgen den 08.04.2017 marschierten die Exkursionsteilnehmer am hinteren Windrad los, um unsere vorgesehenen Ziele, den ehemaligen Schießplatz der US-Streitkräfte und den Steinbruch an der Moret zu erreichen. Zunächst erläuterte Herr Menzel den Zustand der Freiflächen um die Windräder, dann folgten wir der Geburtstagsallee und inspizierten den Zustand der einzelnen Lindenbäume. Auffällig ist neben dem Unterschied des Größenwachstums der Linden auch ihr unterschiedlicher Blattaustrieb, die auf unterschiedliches Samengut, Boden- und Lichtverhältnisse zurückzuführen sind.

Danach erreichten wir die große Freifläche des ehemaligen Schießstandes, dessen Installationen abgeräumt und die Umzäunung niedergelegt sind. Wir waren nun gespannt auf die Erläuterungen von Herrn Menzel, was mit der ringsum von Hochwald umschlossenen weiten Fläche geschehen soll. Das Gelände gehört dem Bund, und daher bestimmt auch der Bund die vorgesehenen Maßnahmen auf der Brachfläche. Vorgesehen ist hiernach nicht eine konventionelle Wiederaufforstung sondern die Anlage einer Heidefläche in den zentralen Bereichen der Brache und eine Bepflanzung der Böschungen zu den Waldrändern hin mit 30 Baumgruppen verschiedener Baumarten. Diese Neuanpflanzungen sind schon weit fortgeschritten. Um eine Trockenrasenlandschaft im zentralen Bereich zu erreichen, ist ein Drainagegraben zur Entwässerung der inneren Flächen angelegt worden. Außerdem muss die geplante Heidefläche jährlich intensiv gemulscht werden, um den Aufwuchs unerwünschter eingewehter Waldbaumsamen zu unterdrücken. Dieses Projekt ist aufwendig und auch nicht standortgerecht im Vergleich zu der Alternative, die Brachfläche mitten im Wald der Natur zu überlassen und zu beobachten, wie die Bewaldung von selbst voranschreitet. Förster Menzel zeigte uns, wie dicht schon die Böschungsbereiche von den Waldrändern her mit den Schösslingen angewehter Waldbaumsamen besetzt sind.

Foto: Klaus SeiwaldFoto: Klaus SeiwaldNun marschierten die Exkursionsteilnehmer zum OHI-Steinbruch an der Moret und waren erstaunt, wie weit sich die Abbaufläche mittlerweile vergrößert hat. Die OHI baut zur Zeit intensiv den anstehenden Granodiorit ab , der hauptsächlich für den Straßenunterbau eingesetzt wird. Der Steinbruch befindet sich mitten im Wald und wird sich noch weiter ausdehnen. Die Erweiterungsfläche im Wald ist schon umzäunt und lässt erkennen, wie der Waldflächenverbrauch weiter voranschreitet.

Die Exkursionsteilnehmer folgten hoch interessiert den sachkundigen und anschaulichen Ausführungen von Förster Menzel und kamen nach vier Stunden des Rundgangs zu dem Schluss, im nächsten Jahr wieder zum Schießstand zu gehen, um den Fortschritt der Vegetation in dem Gelände zu begutachten. Leider war die Teilnehmerzahl an der Exkursion trotz des angenehmen Wetters und des interessanten Exkursionszieles gering, und es bleibt zu hoffen, dass das nächste Mal mehr Teilnehmer bei der Führung durch Förster Menzel anwesend sind.

Dr. Schug

Mit 23 Teilnehmern fuhren wir am 09.02.2017 nach Speyer zur Ausstellung „Maya – das Rätsel der Königsstädte“. Die Ausstellung bietet Einblicke in die komplexe Organisation der Stadtanlagen und das Verhältnis Mensch und Natur. Die Kultur der Mayas wird veranschaulicht durch spektakuläre Originale aus Guatemala und Mexiko. Die Mayas erlebten im 9. Jh. n. Chr. eine Blüte ihrer Kultur in Städten mit Großbauten und um diese blühenden Gärten. Die großen Städte versuchten die Herrschaft über die Städte ihrer Umgebung zu erreichen. Am mächtigsten waren die Städte Calakmul und Tikal, die sich seit dem 7. Jh. immer wieder bekriegten und letztlich zur Jahrtausendwende mit allen Städten untergingen. Ursache waren der Klimawandel mit weniger Regen und damit Zerfall des Feudalsystems. Die Städte wurden dann vom Regenwald überwuchert und erst im 20. Jh. wiederentdeckt.

Wir haben die Ausstellung genossen, uns u. a. mit Maya-Cacao im Restaurant gestärkt und die Möglichkeit genutzt, die anderen Ausstellungen im Museum zu besichtigen ebenso wie den Dom.

Dieter Kollmannsperger

Exkursion in den Steinbruch Roßberg am Samstag, 21.05.2016

Foto: Klaus SeiwaldFoto: Klaus SeiwaldAuch in diesem Jahr führte Dr. Rudolf Schug vom Kulturhistorischen Verein eine Exkursion in den Steinbruch im Roßberg.

Das Interesse der Roßdörfer Bürger und der Besucher aus den umliegenden Ortschaften an dem Roßberg und dem darin befindlichen Steinbruch der OHI besteht nach wie vor. Offensichtlich besitzt der Roßberg eine besondere Anziehungskraft gerade auch, weil er seine Geheimnisse im Innern des Berges verbirgt und als Betriebsgelände der OHI nicht begangen werden kann. Die meisten der Besucher wollen endlich einmal einen Blick in den von außen nicht sichtbaren tiefen Krater werfen können. Bei schönstem sommerlichem Wetter versammelten sich auch dieses Mal 30 Besucher bei der Einfahrt zum Steinbruch, um an der Führung teilzunehmen.

Unterwegs erläuterte Dr. Schug die geologischen Ursachen für die Entstehung des Roßberg-Vulkans und der Basalt-Lagerstätte im Vulkanschlot, die fast 120-jährige Betriebsgeschichte der OHI am Roßberg und die Arbeitswelt der Steinbrucharbeiter in den früheren Zeiten. Die Teilnehmer stellten interessierte Fragen zum Berg, zum Basaltgestein, den Arbeitsmethoden und den Arbeitsbedingungen im Steinbruch bis zum heutigen modernen Betriebsablauf.

Von besonderem Interesse war die Fragestellung, was nach der Stilllegung des Steinbruchbetriebs mit dem tiefen Krater im Roßberg geschehen wird. Die Wunschvorstellung der Exkursionsteilnehmer wäre die Erhaltung des Steinbruchs als Naturdenkmal. Der Krater ist zwar von Menschenhand geschaffen, stellt aber mit seiner besonders beeindruckenden über 100 m hohen Ostwand aus Basaltsäulen einen geologischen Aufschluss von hohem Rang dar. Aus Sicherheitsgründen wird jedoch ein Teil des tiefen Kraters mit unbelastetem Erd- und Gesteinsmaterial verfüllt werden müssen.

R. Schug

Exkursion in den Steinbruch Roßberg am Samstag, 19.09.2015

Zum wiederholten Mal in diesem Jahr führte Dr. Rudolf Schug vom Kulturhistorischen Verein eine Exkursion in den Steinbruch im Roßberg.

Es ist erstaunlich, wie groß doch das Interesse der Roßdörfer Bürger und der Besucher aus den umliegenden Ortschaften an dem Roßberg und dem darin befindlichen Steinbruch der OHI nach wie vor ist. Offensichtlich besitzt der Roßberg eine magische Anziehungskraft gerade auch, weil er seine Geheimnisse im Innern des Berges verbirgt und als Betriebsgelände der OHI nicht begangen werden kann. Der Andrang der Besucher reißt nicht ab, um endlich einmal einen Blick in den von außen nicht sichtbaren tiefen Krater werfen zu können. Trotz des sehr regnerischen Wetters am Vormittag versammelten sich auch dieses Mal mehr als 60 Besucher bei der Einfahrt zum Steinbruch, um an der Führung in den Steinbruch teilzunehmen.

Unterwegs erläuterte Dr. Schug die geologischen Ursachen für die Entstehung des Roßberg-Vulkans und der Basalt-Lagerstätte im Vulkanschlot, die fast 120-jährige Betriebsgeschichte der OHI am Roßberg und die Arbeitswelt der Steinbrucharbeiter in den früheren Zeiten. Die Teilnehmer stellten interessierte Fragen zum Berg, zum Basaltgestein, den Arbeitsmethoden und den Arbeitsbedingungen im Steinbruch bis zum heutigen modernen Betriebsablauf.

Wegen der weiter bestehenden Nachfrage an einer Teilnahme an einer Roßberg-Exkursion mit einer Limitierung auf 50 Personen wird diese Veranstaltung des KHV auch im nächsten Jahr wieder angeboten.

R.S.