Porta NigraBei strahlendem Sonnenschein fuhren wir in Roßdorf los, das gute Wetter begleitete uns den ganzen Tag. Trier ist die älteste Stadt Deutschlands. Unsere Führung begann an der Porta Nigra, dem größten römischen Monument nördlich der Alpen. Dieses Osttor der römischen Stadt ist das einzige der vier großen römischen Stadttore, das nicht verfiel und als Baumaterial verwendet wurde, weil es schon früh als Kirche genutzt wurde. Im frühen Mittelalter wurde es dann zur großen Kirche ausgebaut, dabei wurde der südliche Turm abgerissen und als Baumaterial für den Ausbau der Kirche verwendet. So präsentiert sich die Porta Nigra heute ohne den südlichen Turm, aber mit dem romanischen Anbau, der sich harmonisch in den römischen Bau einfügt, so dass man erst nach dem Hinweis auf die Entstehung diesen Teil als nicht römisch erkennt.
Anschließend führte uns die Stadtführerin am Dreikönigshaus vorbei zum Hauptmarkt, der zwar keine römischen Bauten aber ein gelungenes Ensemble des Mittelalters bietet. Anschließend ging es zum Dom, dem ältesten Kirchenbau nördlich der Alpen. Der Kern geht auf die Zeit des römischen Kaisers Konstantin zurück bzw. seiner Mutter, die den Heiligen Rock nach Trier brachte und dafür eine passende Kirche bauen ließ. Direkt angebaut wurde im 13. Jh. die Liebfrauenkirche, die erste weitgehend runde Hallenkirche in Deutschland.

Anschließend führte uns der Weg zur Konstatin-Basilika, dem Thronsaal der späten römischen Kaiser im 3. JH. Dieser gewaltige Bau verdankt seine Erhaltung der Nutzung als Kirche bzw. als Markthalle im Mittelalter. Der Konstantin-Palast war eingefügt in eine Reihe großer Prachtbauten, die aber alle der Nutzung als Baumaterial anheimfielen. Der Konstantin-Palast ist einer der größten erhaltenen römischen Bauten überhaupt. Nach der ausführlichen und sehr engagierten Stadtführung konnten wir uns direkt am Landesmuseum in einem Restaurant ausruhen. Danach führte uns die gleiche Dame durch die ständige Ausstellung des rheinischen Landesmuseums. Schwerpunkt waren die großen römischen Monumente und Grabanlagen mit dem berühmten Weinschiff und dem vor einigen Jahren gefundenen größten römischen Goldschatz, der bei Bauarbeiten zufällig gefunden wurde.

Gegen 17 Uhr nahmen wir unsere Zimmer in unser Hotel am Rande der Altstadt. Wir hatten nach dem Abendessen genügend Zeit für einen Bummel durch das abendliche Trier.

Am nächsten Morgen führte uns unsere Stadtführerin durch die sog. Kaiserthermen, einen gewaltigen Bau aus dem 2.Jh., der aber nie fertiggestellt wurde und im 4.Jh. zur Kavalleriekaserne umgebaut wurde. Die Ausmaße der Anlage sind gewaltig und demonstrieren die Bedeutung, die das römische Badewesen im 2.Jh hatte. Für die Bürger wurden etwa zur gleichen Zeit die Barbara-Thermen gebaut.

Anschließend hatten wir genügend Zeit zum Shoppen und Bummeln durch die Stadt. Gegen Mittag fuhren wir dann nach Saarburg, einer kleinen Stadt mit Burg, steilen Weinbergen an den Hängen der Saar und einem großen Wasserfall mitten in der Stadt. Dieser Wasserfall des Leuk-Baches trieb bis ins letzte Jahrhundert Mühlen und später Turbinen an. Den letzten Teil unserer Tour bildete die Fahrt durch das enge Tal der unteren Saar bis Mettlach mit seinem barocken Kloster, heute Sitz der Verwaltung von Villeroy & Boch und zur Cloef mit dem imposanten Ausblick auf die Saarschleife. Unsere eindrucksvolle Fahrt endete gegen 19 Uhr in Roßdorf.

d.k.