Naturkundliche Exkursion in den Steinbruch Roßberg mit Dr. Rudolf Schug

„Geologie, Mineralogie, Steinbruchgeschichte“

Nach 2-jähriger Corona-bedingter Unterbrechung hatte der Kulturhistorische Verein Roßdorf e.V. auch dieses Jahr  mit Genehmigung der OHI zu einer öffentlichen Roßberg-Führung eingeladen, und so erschienen bei bestem Wetter auch dieses Mal 80 Besucher zur Begehung des Roßbergs unter Führung von Dr. Rudolf Schug. Unter den Teilnehmern waren zahlreiche auswärtige Besucher an der Exkursion  beteiligt. Viele hatten überhaupt das erste Mal Gelegenheit, einen Blick in das Innere des Roßberg-Kraters bis in die Tiefsohle mit der gewaltigen 100m hohen Ost-Steilwand zu werfen, da ansonsten das Begehen des Betriebsgeländes strikt verboten ist.
Während der Führung referierte Dr. Schug über die geografischen und geologischen Besonderheiten des Vulkanbergs Roßberg, der im Zusammenhang mit dem Einbruch des Oberrheintalgrabens vor 42 Millionen Jahren entstand, über die physikalischen  Eigenschaften des Roßberg-Basalts und über die Arbeitswelt im Steinbruch, die anstrengende und gefährliche Tätigkeit der Steinbrucharbeiter in den Zeiten vor der Vollmechanisierung der Betriebsabläufe in der Mitte des vorigen Jahrhunderts.  Das besonders interessierte Publikum stellte viele Fragen zu den verschiedenen Themen, insbesondere zu der anstehenden behördlich genehmigten Verfüllung des Steinbruchkraters mit unbelastetem Abraum aus dem OHI-Steinbruch Groß-Bieberau  nach der schon erfolgten Stilllegung des Brechwerks und dem jetzt eingetretenen Ende des Basaltabbaus im Roßberg. Es ist vorgesehen, den Krater mit dem Abraum über mehr als 30 Jahre bis zur der genehmigten Höhe so zu füllen, dass immer ein Teich im Steinbruch stehen bleibt und das ganze Steinbruchgebiet ein Biotop und Naturdenkmal wird. Daher nahmen die Besucher jetzt die Gelegenheit wahr, den noch vorhandenen Endzustand des Abbaukraters vor dem Beginn der Verfüllung zu besichtigen.


Dr. Rudolf Schug