Veranstaltungsberichte

Im Rahmen des Veranstaltungsprogramms des Kultursommers Südhessen war das Reimer von Essen-Jazz-Trio am 26.07.2019 zu Gast im Alten Bahnhof Roßdorf. Die Aussicht, mit Reimer von Essen, Lindy Huppertsberg und Christoph Schöpsdau einmal Spitzen-Virtuosen des klassischen New Orleans – Jazz life in Roßdorf zu erleben, führte die Liebhaber dieser Musik in großer Anzahl und großen Erwartungen trotz des extremen Hitzetages in das Museum und füllte den Saal bis zum allerletzten Platz.

Die bundesweite Bekanntheit von Reimer von Essen als ausgezeichneter Jazz-Klarinettist und langjähriger Leiter der Frankfurter „Barrelhouse Jazzband“ sowie „Lady Bass“ Lindy Huppertsberg als Mitglied der Barrelhouse Jazzband und dem Roßdorfer Christoph Schöpsdau als Jazz-Pianist, Arrangeur und Komponist für große Unterhaltungsorchester ließen die Erwartungen der Besucher auf ein besonderes Jazz-Erlebnis höhersteigen. Die Besucher erlebten dann ein Programm mit Jazz-, Ragtime- und Blues-Stücken, die von dem Trio im klassisch- traditionellen New Orleans-Stil interpretiert und mit grandioser technischer und musikalischer Virtuosität gespielt wurden. Reimer von Essen führte charmant durch das Musikprogramm mit hervorragenden Kommentaren über die Entstehung der einzelnen Musikstücke und über ihre Komponisten. Das Publikum folgte mit Begeisterung der Musik und applaudierte den Soli der Musiker, wobei Reimer von Essen mit seinem brillanten Vortrag auf der Klarinette besonders glänzte. Selbstverständlich kam das Trio nicht umhin, für das Publikum noch Zugaben zu spielen.
Am Schluss dankte das Publikum unter dem Eindruck, einen außergewöhnlichen Konzertabend erlebt zu haben, dem Trio mit frenetischem Applaus.

R. Schug

Am Freitag, dem 12. April 2019, fand im Roßdorfer Museum ein Vortrag über das Thema Lärm statt. Der Verein hatte einen ausgewiesenen Sachverständigen über dieses Thema geladen, Herrn Dr.-Ing. Joachim Bös von der TU Darmstadt, der sehr anschaulich und auch mit Hilfe einiger Geräte über dieses Thema referierte. Unter dem Begriff Lärm versteht man allgemein jede Schalleinwirkung, die die Gesundheit oder das Wohlbefinden beeinträchtigt, also störend wirkt, z.B. Verkehrs- oder Maschinenlärm. Für manche Menschen ist dagegen der Besuch eines Rockkonzertes mit hoher Schalleinwirkung eher angenehm, für viele andere jedoch nicht.

Messgröße für die Schalleinwirkung ist allgemein der mit einer bestimmten Frequenz wechselnde Schalldruck, der sich dem normalen Luftdruck von etwa 1 bar überlagert und sich mit einer Geschwindigkeit von 330 Meter pro Sekunde ausbreitet. Zur Vereinfachung führt man eine logarithmische Größe ein, den Pegel oder genauer den Schalldruckpegel. Diesen kann man mit einfachen Geräten messen. Auch eine Bewertung für die Empfindung des menschlichen Hörorgans (A-Bewertung) lässt sich mit diesen Geräten anzeigen. Der Schalldruckpegel gilt ausdrücklich nur für den Ort der Schalleinwirkung.

Wenn jedoch für ein bestimmtes technisches oder Haushaltsgerät ein Pegel angegeben wird, handelt es sich immer um den Schall-Leistungspegel. Dieser sagt aber nichts über den Schalldruckpegel aus, dem ein Bediener ausgesetzt ist, denn der Letztgenannte hängt stark von dem Abstand zur Schallquelle ab.

Der Vortrag war gut strukturiert und ging auf die Bedürfnisse der überwiegend nicht professionellen Zuhörer ein. Es wäre wünschenswert gewesen, wenn sich mehr Zuhörer zu diesem Vortrag eingefunden hätten, zumal auch in unserer Gemeinde die Belästigung durch Lärm ein nicht zu unterschätzendes Thema ist. Nach kurzer Diskussion gab es anhaltenden Beifall für den Vortragenden.

FJS

Puppentheater "Pusteblume"

PusteblumeSelten können wir noch echte Puppen und lebendiges Puppentheater erleben. Dieses Mal spielte "Pusteblume" aus Bessungen das Stück "Der kleine Hund Schnuffel" im gut besetzten Museum. Da Schnuffels Freundin Lena vor lauter Computerspielen ihren Hund links liegen lässt, macht dieser sich auf den Weg und muss sich bei Wind und Wetter durchschlagen. Fasziniert hörten und sahen die zahlreichen Kindergarten- und Grundschulkinder den großen Puppen und liebevoll gestalteten Bühnenbild zu und wurden am Ende mit dem Wiedersehen von Schnuffel und Lena belohnt.

Leider war dies die letzte Pusteblume-Vorstellung, da auch eine Puppenspielerin einmal in Rente gehen muss bzw. kann.

ej

Konzert der Gruppe „Bejamba“ am 15.02. 2019 im Museum

Duo Bejambá

Vor einer erstaunlich großen Fan-Gemeinde bei vollem Haus trat die Gruppe „Bejamba“ auf, um das Publikum musikalisch in tropische Gefilde zu entführen. Cathrin Ambach als virtuose Querflöten-Spielerin , der Roßdorfer Benjamin Grundmann an der Gitarre und die geborene Brasilianerin Cris Gavazzoni mit temperamentvollem Rhythmus am Schlagzeug spielten Tango, Rumba und Bossa Nova bekannter lateinamerikanischer Komponisten und versetzten das Publikum durch die mitreißende Musik in Bewegung. Der virtuose musikalische Vortrag der Musiker wurde mit viel Beifall des Publikums begleitet. Insgesamt war das Konzert ein wunderbares Musikerlebnis an einem schönen Vorfrühlingsabend.

R. Schug

 

Lichtbildervortrag von Gerhard Kenke „Der Roßberg“ am 25.01.2019

Der Roßberg, der Hausberg der Roßdorfer, war wieder einmal Thema eines Lichtbildervortrags, der viele Besucher trotz des gleichzeitig stattfindenden Halbfinalspiels der deutschen Handballmannschaft in das Museum Roßdorf führte. Dieses Mal lag der Schwerpunkt des Vortrags auf dem Vorkommen der attraktiven Zeolith-Mineralien im Basalt des Roßbergs, die Gerhard Kenke in dreidimensionaler Makro-Fotografie präsentierte.

Foto: G. KenkeFoto: G. KenkeDie hervorragenden Bilder zeigen kleine Juwele der Natur und begeisterten das Publikum. Aber nicht nur die Mineralien, sondern auch Flora und Fauna in den seit langem schon stillgelegten Steinbrucharealen fanden das Interesse von Herrn Kenke als fotografische Motive während der vielen Besuche des Steinbruchs. Hier zeigt sich, dass sich der Steinbruch allmählich in ein wertvolles Biotop verwandelt. Nach Schluss des hervorragenden Vortrags bestand für die Besucher noch die Möglichkeit, Zeolith-Mineralstufen im Roßberg-Basalt in den Vitrinen des Museums zu bestaunen. Schließlich wurde der Lichtbildervortrag auch als attraktiver Bildband an interessierte Besucher verkauft.

R. Schug

30 Jahre Südhessisches Handwerksmuseum Roßdorf 1988-2018

Zur Jubiläumsveranstaltung am 16. November 2018 konnte die Vorsitzende des Kulturhistorischen Vereins Roßdorf, Ursula Bathon, viele Gäste begrüßen. Neben Mitgliedern des Vereins waren Dieter Emig in Vertretung des Landrats, die Bürgermeisterin Christel Sprößler, der Ehrenbürgermeister Alfred Jakoubek, der 1. Beigeordnete Karl Heinz Rück, der Vorsitzende der Gemeindevertretung Steven Günther-Scharmann, sowie Prof. Dr. Heinrich Jäger, Dr. Klaus Lehmann und natürlich der Gründungsvorsitzende Prof. Horst Wilhelm erschienen.

Foto: Klaus SeiwaldFoto: Klaus SeiwaldFrau Bathon präsentierte den Verein als lebendige Einrichtung mit vielen Aktivitäten:

Viele kulturelle Veranstaltungen, Konzerte, Lesungen, Ausstellungen, Führungen zu der Menhiranlage mit Gisela Poser, zum ehemaligen Steinbruch im Roßberg mit Dr. Rudolf Schug, Fekete Ausstellungen, Kurzreisen und Tagesausflüge mit Dieter Kollmannsperger. Nicht zu vergessen ist unser Sammeltassencafe in der Remise, das sehr gut angenommen wird, Frau Hechler und ihrem Café-Team sei Dank.

Das Äbääg- Theater, das in diesem Jahr ebenfalls sein 30jähriges Jubiläum feiert, gehört zum Kulturhistorischen Verein und ist so erfolgreich, dass seine Spielstätte der Sonnensaal oft ausgebucht ist.

In der Planung ist eine Modernisierung des Museums mit fachlicher Hilfe vom hessischen Museumsverband. Begonnen wird im 2. Halbjahr 2019 mit der Umgestaltung des Erdgeschosses. Im Jahr 2020 wird die Neugestaltung im Obergeschoss fortgesetzt werden und auch 2020 fertig gestellt sein.

Bürgermeisterin Christel Sprößler hob in ihren Grußworten die Bedeutung des KHV als festen Bestandteil des kulturellen Lebens von Roßdorf hervor und sprach Dank und Anerkennung an alle Beteiligten aus, nicht ohne eine Spende zu überreichen. Dieter Emig überbrachte Grüße und Glückwünsche des Landrats in Form eines Spendenumschlags. Prof. Horst Wilhelm verdeutlichte in seinem Festvortrag die Aufbruchsstimmung der damaligen Zeit, die alle Beteiligten ergriffen hatte. Es sollte ein Museum werden, das die Arbeit und die Lebensverhältnisse der kleinen Leute aufzeigt und nicht wie bisher in den meisten Regionalmuseen hauptsächlich die Geschichte der Herrschenden darstellt. Es muss eine vordringliche Aufgabe des Staates sein, solche Bestrebungen zu unterstützen. Kostbares Gut wird dadurch von Generation zu Generation bewahrt. Der Zugang zur Kultur muss vielen Menschen zugänglich gemacht werden. Altbürgermeister Kloß richtete erstmals einen Kulturetat ein. Es gründete sich der Verein „Alt Roßdorf“, der mit dem Sammeln von Exponaten begann. Prof. Horst Wilhelm erkannte, dass der seit 1982 stillgelegte Bahnhof ein geeigneter Raum für ein Museum war. Ein Treffen mit dem damaligen Bürgermeister Jakoubek, dem er ein Modell der Nutzung des Bahnhofs und ganz konkrete Vorstellungen präsentierte, war der Beginn einer fruchtbaren Zusammenarbeit.

Das Konzept sah kein Schaumuseum vor, sondern eines mit Funktion: Ausstellungsräume für Vereine, eine Empore für mehr Platz, aktive Mitgestaltung bei einem kulturellen Rahmenprogramm mit Konzerten, Lesungen Seminaren u. a. Wie alles finanzieren? Beiträge der damals 500 Mitglieder, Unterstützung von der Gemeinde, dem Landkreis, dem Land Hessen und der Sparkassenstiftung machten dies möglich Ein beeindruckendes Vorhaben! Dass es gelang, ist Prof. Horst Wilhelm, Alfred Jakoubek und den vielen Mitstreitern zu verdanken. In der Rückschau rufen der unglaubliche Einsatz, die Fähigkeiten der Beteiligten und das Durchhaltevermögen Erstaunen und Bewunderung hervor. Ehrenbürgermeister Alfred Jakoubek sprach seinen Dank an 30 Jahre erfolgreiche Arbeit an den Verein aus. Er schilderte die Entwicklung der Bahn, die jahrelang das einzige öffentliche Verkehrsmittel für Roßdorf war. 1982 kaufte die Gemeinde Roßdorf das Bahnhofsgebäude. Als einmaliges Kulturdenkmal war es über Jahrzehnte das Tor zur Arbeit und das Tor zur Welt, für die heimkehrenden Soldaten der beiden Weltkriege das Tor zur Heimat und damit von großer Wichtigkeit. Er stimmte dem Plan zu und unterstützte auch gegen Widerstand über viele Jahre den Aufbau und Ausbau des Museums.

Prof. Horst Wilhelm und Alfred Jakoubek spielten das entscheidende Treffen nach und zeigten damit den Anfang allen Geschehens. Auch der Lichtbildervortrag vom Aufbau des Museums und der Remise mit beeindruckenden Bildern verdeutlichte die unglaubliche Leistung der vielen Helfer. Die Finanzierung der enormen Kosten wurde auch durch den Einsatz bei Veranstaltungen erreicht.

Den musikalischen Rahmen der Veranstaltung bot Thomas Beckmann mit Saxophon und Trompete.

Bilder vom Aufbau des Museums und der Remise werden in einer Ausstellung im Museum gezeigt. Die Ausstellung ist sonntags von 15 bis 17 Uhr geöffnet.

Die Festgäste ließen den Abend bei einem Gläschen Sekt, Häppchen und Gesprächen ausklingen.

B.P.

 

Ortsgeschichte von Roßdorf - 100 Jahre Ende des 1. Weltkriegs (28.07.1914 – 11.11.1918)

Aus diesem Anlass hatte unser Vereinsmitglied Klaus Schollenberger eine Ausstellung zusammengestellt, die bis zu ihrem Ende am 4. November 2018 großes Interesse fand. Ebenso konnte er bei seinem Einführungsvortrag am 5. Oktober 2018 viele Zuhörer begrüßen. Die Klasse R10b besuchte die Ausstellung mit ihrem Lehrer Ansgar Schäfer in einer Sonderführung. Ein Bericht wird im RAZ veröffentlicht.

Der 1. Weltkrieg begann nach der Ermordung von Erzherzog Ferdinand von Österreich-Ungarn mit der Kriegserklärung an Serbien. In kurzer Zeit entwickelte sich daraus ein Weltkrieg, der ca.17 Millionen Menschen das Leben kostete, davon allein ca. 9 Millionen Soldaten. Genaue Kenntnisse über den Krieg auf Roßdorf bezogen verdanken wir der monatlichen Zeitschrift der ev. Kirche Roßdorf „Heimatklänge“. Sie erschien erstmals 1906 und stellt einen unschätzbaren Wert dar, weil Briefe von Soldaten anonym und auch Berichte veröffentlicht wurden. Die Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt besitzt die Jahrgänge von 1906 bis1922, die auch die Brandnacht von Darmstadt überlebten.

2 Briefe von Soldaten aus den Jahren 1914 und 1915 wurden von Brigitte Pokinskyj vorgelesen. Der Sohn des Roßdorfer Heimatdichters Friedrich Löffler wurde 1917 eingezogen und fiel 2 Monate vor Kriegsende. Seine Enkelin, die 93-jährige Hilde Reimann, las ein Gedicht vor, das er nach der Todesnachricht geschrieben hatte.

Es ließen 117 Roßdorfer Soldaten ihr Leben, meist sehr junge Menschen. Der Krieg endete mit der Abdankung des Kaisers und der Unterzeichnung des Waffenstillstands am 11.11.1918.

Die Auswirkungen waren gravierend. Deutschland wurde Republik, und im Land begannen Zeiten des Mangels und der Not. In Roßdorf wurden Flächen zur Verfügung gestellt, wo Selbstversorgung möglich wurde. Charly Braun verlas dazu einen Bericht aus den „ Heimatklängen“ von 1922.

In Roßdorf erinnern mehrere Gedenksteine und ein Denkmal an die mit Namen aufgeführten Gefallenen des 1. Weltkriegs.

Die vielen Informationen, die von Klaus Schollenberger zusammengetragen wurden ergeben ein wertvolles Zeugnis dieser schlimmen Zeit.

B. Pokinskyj

Tucholsky - Abend voller Witz und Musik am Samstag, den 20.10.2018

Johannes KirchbergRegen Zuspruch fand der Pianist und Rezitator Johannes Kirchberg aus Hamburg, als er vor vollem Hause sein Tucholsky-Programm darbot.

"Wirf den Banker wohin du willst, er fällt immer auf dein Geld!" Mit diesen und ähnlichen sarkastischen Bemerkungen fiel Kurt Tucholsky den damaligen Herrschern negativ auf, weshalb ihm die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt worden war. Gespickt mit politischen Bemerkungen von damals, die auch in die heutige Zeit passen, bot der Schauspieler und Sänger sehr unterschiedliche Lieder und Chansons, die teils von Hanns Eisler, teils von ihm komponiert worden waren. Johannes Kirchberg bot ein zweistündiges Programm, dem er aufgrund des großen Applauses noch drei Zugaben anhängte.

ej

Das Darmstädter Echo berichtete am 08.10.2018 über den Vortrag und die Ausstellung 100 Jahre Ende des Ersten Weltkriegs von Klaus Schollenberger.

Klicken zum Vergrößern

Veranstaltung am 28.09.2018

Sri LankaSri Lanka - kritisch betrachtet - Spenden für Kindergarten

Unerwartet guten Zuspruch erhielt der interessante Vortrag einer Familien- und Bildungsreise nach Sri Lanka.

Neben schönen Fotos und Erzählungen erhielten die Zuschauer und -hörer Einblicke in die veränderte Situation in dem Entwicklungsland.

Kritisch wurde vor allem die Korruption und die wachsende Abhängigkeit von Chinas Krediten hervorgehoben. Der Tsunami von Weihnachten 2004 war ebenso Thema wie die Impressionen von Land und Leute sowie dem besuchten Nationalpark. Applaus gab es besonders für die Ankündigung, dass die Hälfte der Eintrittsgelder an ein Kindergarten-Projekt im Süden Sri Lankas geht, das von der ev. Kirchengemeinde Otzberg betreut wird.

ej

Konzert Duo Fado Instrumental am 14.09.2018 im Museum

Foto: Klaus SeiwaldFoto: Klaus SeiwaldDie Liebhaber der portugiesischen Fado-Musik erlebten zum wiederholten Mal ein wundervolles Konzert des Duos Jan Dijker (portugiesische Gitarre) und Oliver Jaeger (spanische Gitarre und Bandoneon). Den beiden Musikern gelang es, das Publikum vor vollem Haus im Museum mit ihrer instrumental vorgetragenen Fado-Musik in ihren Bann zu ziehen und in einer akustischen Traumreise in den Süden zu entführen. Das Duo interpretierte mit eigenen Stilelementen eine moderne Fado-Musik bekannter portugiesischer Komponisten und spielte Eigenkompositionen.

Hierbei entfaltete der besondere sphärische Klang der portugiesischen Gitarre mit dem akzentuierten Rhythmus des Bandoneons neben der spanischen Gitarre betörende Klangbilder, wobei das sehr gut miteinander harmonierende Duo mit virtuoser Beherrschung ihrer Instrumente die Seele des Fado ausbreitete und das Publikum verzauberte.

Oliver Jaeger führte mit humorvollen Erläuterungen vor den einzelnen aufgeführten Musikstücken in die Entstehung der Kompositionen und in die Welt der sentimentalen, schwermütigen Fado-Musik in humorvoller Weise ein, bevor die Zuhörer in den Bann der Melodien gezogen wurden.

Das Publikum dankte den Musikern am Schluss des Konzerts und einer Zugabe mit kräftigem Applaus.

R. Schug