Veranstaltungsberichte

Märchen von Liebe und Glück

Foto: Darmstädter EchoFoto: Darmstädter Echo... erzählte Michaele Scherenberg mit Herz und Leidenschaft in der mit vielen Sternen und Lichtern dekorierten Remise des Roßdörfer Museums. Sie gestaltete zum zweiten Mal einen Abend mit Geschichten, die sie in einer wunderbar modellierten Sprache zu Gehör brachte. Eine ganz besondere Atmosphäre zwischen der „Märchenfrau“ und den Zuhörern , die so ganz persönlich angesprochen wurden, war schnell zu spüren. Das Märchen „Die Alte im Walde“ und die Geschichte von der Maus eröffneten den Geschichtenreigen, der durch gemeinsames Singen die Zuhörer einbezog.
In der Pause gab es bei Wein und Schmalzbroten ein frohes Miteinander. Interessierte konnten CDs von Frau Scherenberg und nette Kleinigkeiten wie Sterne, geschmückte Kerzen, Marmeladen und Obstbrände kaufen.

Der zweite Teil brachte „Geschichten von Samt und Seide“, die das Publikum in ihren Bann zogen und den tieferen Sinn des Lebens zeigten. In einem persischen Märchen bewegte die Tochter eines Teppichwebers einen Königssohn dazu, dieses Handwerk zu erlernen. Das brachte ihm die geliebte Frau und rettete ihm später das Leben. Weiter ging es mit Gedichten, wobei ein Besucher für seinen Gedichtsvortrag mit einer CD belohnt wurde. Frohes Lachen erschallte bei der Geschichte, die von Zuhörern nach Anweisung der Erzählerin dargestellt wurde.

Nach fast drei Stunden endete der Abend, an dem es besinnliche, aber auch heitere und lustige Momente gab. Danke den vielen Helfern des Kaffeeteams und der Nachbarschaft, die für das leibliche Wohl und die Technik sorgten. Danke, liebe Michaele Scherenberg, die sich mit neuen Ideen für weitere Veranstaltungen in unserem Roßdörfer Museum verabschiedete.

B.P.

Das Darmstädter Echo berichtete in seiner Ausgabe vom 8.11. (zum Bericht).

 

Klaviermatinée mit Vincent und Sophie Neeb

Sophie und Vincent NeebZum zweiten Mal nach 2014 gaben die Geschwister Neeb am Sonntag, den 23.10.2016 im Museum Roßdorf ein Klavierkonzert vor ausverkauftem Haus. Die beiden talentierten und trotz ihrer Jugend erfolgreichen Pianisten haben sich in der Musikwelt schon einen Namen gemacht und mit ihren Auftritten auch vor großem Publikum begeistert., so zum Beispiel bei ihrem Neujahrskonzert 2016 vor der Deutschen Chopin-Gesellschaft im Darmstädter Kennedyhaus und im Abschlusskonzert des Meisterkurses 2016 der Chopingesellschaft in der Orangerie.

Umso erfreulicher ist es, dass auch wir in Roßdorf die Gelegenheit hatten, das außerordentliche Können der beiden Jungpianisten mit einem anspruchsvollen Musikprogramm zu bestaunen.

In seinen Solostücken zeigte Vincent sein inzwischen erreichtes überragendes pianistisches Können. Dies demonstrierte er in beeindruckender Weise bei dem Musikstück von Maurice Ravel „Gaspard de la nuit: 3. Scarbo“, das unter Pianisten als eines der technisch schwierigsten und anspruchsvollsten Musikstücke gilt und das er mit Bravour meisterte.

Sophie zeigte in ihrem Solo-Stück von Frederic Chopin: Ballade As-Dur op. 47 schon ein hohes erreichtes technisches und ausdrucksmäßiges Niveau.

Aber die vierhändig gespielten Stücke (der Walzer op. 39 von Brahms zu 4 Händen und die Rhapsodie Espagnole von Maurice Ravel ) waren der eigentliche Höhepunkt des Konzerts. Die absolute Harmonie zwischen den Geschwistern beim vierhändigen Zusammenspiel ist einmalig und begeistert jeden Zuhörer. Hier tritt Sophie auch pianistisch aus dem Schatten ihres Bruders mit ihrem außerordentlichen Gefühl für Rhythmus und Melodieführung.

Insgesamt erlebte das Publikum einen wunderbaren Sonntagvormittag mit den sympathischen jungen Geschwistern Neeb.

R. Schug

Artikel aus dem "Darmstädter Echo" vom 07.07.2016

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Ausstellungseröffnung: Auf Linie gebracht

Foto: Horst BathonFoto: Horst BathonAm 19. Juni 2016 um 11.00 Uhr wurde im Museum Roßdorf die neue Ausstellung der Fekete-Stiftung „Auf Linie gebracht – Vier Lichtenberg-Preisträger stellen aus“ eröffnet. Der Fekete-Beirat konnte wieder über 50 Kunstinteressierte begrüßen. Zu sehen sind ausgewählte Werke der vier Lichtenberg-Preisträger Esteban Fekete, Leo Leonhard, Martin Konietschke und Kurt Wilhelm Hofmann. Esteban Fekete war 1979 der Erste, der mit dem Georg-Christoph-Lichtenberg-Preis für Bildende Kunst des Landkreises Darmstadt-Dieburg ausgezeichnet wurde. Inzwischen wurde dieser Preis fünfzehn Mal verliehen.

Der Stifter des Preises ist der Landkreis Darmstadt-Dieburg, deshalb haben wir uns sehr über den Besuch unseres Landrates Klaus Peter Schellhaas gefreut. In seinem Grußwort sagte er u.a., Menschen wie Fekete, Leonhard, Konietschke und Hofmann brächten Gefühle, Augenblicke und vieles mehr zu Papier und das ist etwas Wunderbares, dass Menschen das können. Ohne bildende Kunst wäre unsere Gesellschaft mit Sicherheit ärmer, so Schellhaas.

In seiner ausführlichen und wie immer überzeugenden Eröffnungsrede sagte Dr. Roland Held: Von dem, was eine Zeichnung sein kann, gibt es völlig unterschiedliche Auffassungen, d.h. völlig unterschiedliche Realisierungen in der künstlerischen Praxis, zwischen den Polen sparsam-umreißend-spontan, wie vertreten von Esteban Fekete. Diesem unserem Stiftungsgeber haben wir drei andere Träger des Lichtenberg-Preises zur Seite gestellt. Das Auswahlkriterium für die drei ausstellenden Künstler war diesmal ein enger Bezug zur Zeichnung. Daraus wiederum ergab sich ein ganzes Spektrum der unterschiedlichen Auffassung davon, was mit Fug und Recht den Namen Zeichnung beanspruchen kann.
Gemeinsam ist allen Varianten, egal welches Werkzeug oder welches Temperament sich darin äußert, dass das kleinste Bauelement man möchte fast sagen „Atom einer Zeichnung“ die direkte Spur ihres Urhebers ist, ob wir sie nun Strich nennen, Geste, Zug oder Linie. Wobei jeder der vier Begriffe anders besetzt ist. Linie zum Beispiel mit der Assoziation hoher ästhetischer Wohlklang. Von Leo Leonhard ist des öfteren gesagt worden, die Begabung der Linie sei ihm bereits in die Wiege gelegt worden. Sein großes querformatiges Blatt „Rosettas Abschiedstanz“, eine freie Bilderfindung zu Georg Büchners Lustspiel „Leonce und Lena“, bestätigt das mustergültig. Ein weiteres Beispiel dafür wie Leonhard sich von Lektüre inspirieren oder von kunsthistorischen Debatten entzünden ließ, lässt seine Hommage an den Dichter Ezra Pound erkennen.
Kurt Wilhelm Hoffmann‘s Zeichnung ist in vieler Hinsicht konträr zur Leonhard’schen. Nicht nur, dass seine Darstellungen insular die Mitte der weißen Papierfläche besetzender Naturobjekte gar nichts Erzählerisches haben. Massig, brütend, konzentriert in einem Tonspektrum von hier und da aufgelockertem Mittelgrau zu ziemlich sattem Dunkelgrau speziell die Serie der Nester kaum je einer einzelnen Linie Auslauf, als handele es sich um schwarze Löcher im Weltraum, die alle Materie um sich herum in sich schlingen und dadurch nur potenter werden. Ob Nest oder Angelköder oder Kamm – entstanden sind sie aus Akkumulationen von Strichen, einer nach dem anderen, einer über den anderen, mit Bleistiften Härtegrade 2B bis 4B.

Mit Martin Konietschke haben wir jemand, der primär als Bildhauer bekannt ist. Er führt uns vor, wie die Linie auch zum plastischen Metier das ihre hinzugibt: Von den Einritzungen im „Trompeter“-Relief über die Durchstiche in der Brust des Männertorsos bis zu den fadendünnen Beinchen, die den kastenförmigen Oberkörper und halslosen Kopf seiner Lichtenberg-Porträtstatuette zu tragen haben. Viel weiter gespannt noch ist die Fülle an Linien-Varianten, welche die zahlreichen Arbeiten auf Papier tragen.

Esteban FeketeAuf der Einladungskarte und auf dem Plakat zur gegenwärtigen Ausstellung haben wir eine frühe, noch aus argentinischer Zeit stammende Gouache-Malerei von Esteban Fekete ausgesucht, einerseits, weil Farbe Fernwirkung besitzt, andererseits, weil Linie darin ebenso vorhanden ist, nämlich in der kräftigen Kontur des Gebäudes und der Bäume davor. Kontur um die Figuren regierte lange die Fekete’schen Farbholzschnitte bis er in den achtziger Jahren noch einmal Lust auf Neues bekam und mit einer Art impressionistischer Auflösung der Formen experimentierte. Stilistische Wandlungen durchliefen, verfolgt über die Jahrzehnte, auch seine Zeichnungen.

Held endete mit dem Satz, dass wir den Georg-Lichtenberg-Preis und seine bis dato fünfzehn Träger, die zusammen auch eine „Linie der Schönheit“ verkörpern, wieder stärker ins Bewußtsein des Publikums bringen sollten.

Foto: Charly BraunFoto: Charly BraunZur Vergabe des „Roßdörfer Wanderbembel“ trafen sich am 21. Mai 2016 in der Remise am Alten Bahnhof 7 Hobbykelterer sowie rund 30 Gäste aus Roßdorf und Umgebung. Die Veranstaltung beim Kulturhistorischen Verein ging auf Initiative von Kelterer Heinz & Berthold Klump zurück.

Bei hessischen Spezialitäten, passend zum Apfelwein, wurde die Bewertung der 10 zur Verkostung anstehenden Apfelweine im Rahmen einer Blindverkostung, nach Farbe, Klarheit, Geruch, Geschmack und Nachklang durch alle Anwesenden vorgenommen. Nach Auswertung der 31 Stimmzettel, bei denen maximal 1550 Punkte erreicht werden konnten, errang der Apfelwein von Rene & Tim Tepper aus Dieburg mit 1228 Punkten den ersten Platz und somit den „Roßdörfer Wanderbembel“. Den zweiten Platz belegten Heinz & Berthold Klump mit 1214 Punkten und den dritten Platz mit 1207 Punkte Eileen Schug, beide aus Roßdorf. Die Zweit- und Drittplazierten erhielten einen Apfelweinbecher mit 0,5 bzw. 0,3 l Inhalt.

Alle Anwesenden der geselligen Veranstaltung, bei der auch viel über die Herstellung des Stöffchens diskutiert wurde, waren sich darüber einig, dass die Veranstaltung unbedingt im nächsten Jahr wiederholt werden sollte.

B.K.

Rund 30 Besucher lauschten interessiert dem mit vielen Farbfotos und Graphiken versehenen Vortrag von Dr. Holger Göldner (ehemaliger Leiter der Außenstelle Hessen Süd von „hessenARCHÄOLOGIE“) über die Zeit des Frühmittelaters in Mitteleuropa.

Am Beginn des Vortrags stand die Zeit der römischen Herrschaft mit ihren vielfältigen Verschiebungen der vielen hier ansässigen Völkerschaften. Besonders die Alamannen drängten von Nordosten südlich vor, wobei 289 n. Chr. erstmals auch der Begriff Alamannen auftauchte. Gegen Ende des 3. Jhs. n. Chr. entstanden germanische Siedlungen abseits römischer Landhäuser und Ortschaften. Zu dieser Zeit kam es auch zu Landnahmen verschiedener alamannischer Stämme südlich des Limes. Innerhalb des „alamannischen Staates“ regierten Kleinkönige, die ihre Sitze auf leicht zu befestigenden Höhen nahmen, so z.B. dem Glauberg in der Wetterau oder der Heuneburg bei Lichtenberg.

Mitte des 5. Jhs. n. Chr. drangen die Alamannen südlich bis zu den Alpen vor, wo sie mit den Franken in Konflikt gerieten. Große Gebiete gerieten unter Chlodwig unter fränkische Herrschaft. Spätetens ab 506 n.Chr. gehörte Hessen zum fränkischen Reich. 498 n.Chr. ließ sich Chlodwig durch Bischof Remigius von Reims taufen. So integrierten sich die Franken selbst in ein christliches Umfeld. Nach Chlodwigs Tod teilten sich die vier Söhne das Erbe. Spätestens nach dem Sieg über die Thüringer geriet auch Nordhessen unter fränkischen Einfluss. Aus dieser Zeit sind keine oberirdisch sichtbaren Denkmäler überliefert. Archäologisch fassbar sind die neuen Herren nur durch Siedlungs- und Grabfunde, in Südhessen allerdings unterrepräsentiert. Dies dürfte der Siedlungskontinuität von der römischen Epoche bis in die Neuzeit geschuldet sein: die alten Siedlungen liegen häufig unter den heutigen Ortskernen, sind also weitgehend zerstört.

Seit der zweiten Hälfte des 5. Jhs. n. Chr. wurden die Toten unverbrannt und in ihrer Tracht sowie mit Grabbeigaben auf sog. „Reihengräberfeldern“ bestattet. Viele dieser Gräber und ihre Inhalte fielen Raubgräbern zum Opfer. In Südhessen sind 62 Reihengräberfelder mit rund 1000 Bestattungen bekannt. – Am Südrand von Büttelborn plante der Gemeinderat ein umfangreiches Bebauungsgebiet in unmittelbarer Nähe zu einer römischen Siedlungsstelle und einem Reihengräberfeld. Letzteres wurde 1900 quasi im Geschichtsunterricht „entdeckt“. Erst von 1903 bis 1906 erfolgten Grabungen durch Mitarbeiter des Landesmuseums in Darmstadt. Allerdings sind keine Unterlagen dieser Aktivitäten überliefert. Der Büttelborner Lehrer Ernst Martin hat als Augenzeuge der Grabungen 1913 über die Befunde berichtet.
Im April 1998 konnte das Gräberfeld erneut lokalisiert werden. Inzwischen sind etwa 7000 m2 untersucht und 436 Bestattungen aufgedeckt. Die Beraubung liegt mit etwa 87% sehr hoch. Dr. Göldner beschreibt im folgenden Grabbeigaben. Er geht auch auf die ausgegrabenen Skelette und die an ihnen vorgefundenen verheilten und unverheilten Verletzungen ein. Ungestörte Gräber sind meist beigabenlos, was auf den Einfluss des Christentums zurückgeführt werden kann. Zum Abschluss seines Vortrags ging Göldner noch kurz auf Hügelgräber bei Roßdorf ein, von denen eins bei der Fundamentierung der Windkraftanlagen auf dem Tannenkopf angeschnitten wurde, das sich allerdings als leer erwies.

Nach seinem Vortrag beantwortete Göldner noch eine Anzahl Fragen aus der Zuhörerschaft, bevor er mit langanhaltendem Beifall entlassen wurde.

Ursula Bathon

Leider fanden nicht alle Interessenten im Museumssaal Platz, als das Ehepaar Menzel am 22.04.2016 von ihrer Weltreise im letzten Jahr erzählte.

Mithilfe von ca. über 240 farbenfrohen Fotos ließen der Roßdörfer Förster und seine Frau die 90 Besucher an einem kleinen Teil ihrer langen Reise teilnehmen.

Nach dem Start im indischen Kerala ging es über Rajasthan und die Wüste Tar nach West-Bengalen. Kleine Anekdoten von den Begegnungen in dem "schmutzigen Land" mit seinen "reinlichen, gastfreundlichen" Bewohnern lockerten die Bilderfolge auf. Frau Menzel hatte über 33.000 Fotos geschossen und für die Roßdörfer Premiere der mehrteiligen Vortragsreihe "Stationen einer Weltreise" die schönsten aus Indien und Myanmar ausgewählt.

Die Weltreisenden hoben vor allem die Tatsache hervor, dass ihnen immer wieder weitergeholfen wurde und ein Kontakt den nächsten ergab. So konnten sie Land und Leute intensiv und ungeschönt erleben. Auch im zweiten Teil des Vortragsabends schilderten sie ihre Erlebnisse, ihr Essen und ihre Begegnungen in Myanmar sehr anschaulich und interessant. Nach der Myanmar-Hauptstadt Yangoon und der Tempelstadt Bagan ging es an den Inle-See und den Goldenen Felsen, den angeblich nur zwei Haare von Buddha vor dem Absturz retten.

Viel zu schnell verflogen die 90 Minuten und doch war es nur ein Sechstel der Menzel-Weltreise. Im Laufe des Jahres soll der 2. Teil folgen, denn nach Indien und Myanmar ging es nach Singapur.

e.j.

am 20.03.2016 im Museum Alter Bahnhof

Foto: Klaus SeiwaldFoto: Klaus SeiwaldBis zum letzten Platz war der Museumssaal besetzt, um den Auftritt unserer Roßdörfer Opernsängerin Anke Haas zu erleben. Auf dem Programm standen bis zur Pause bekannte Opernarien, danach folgten beliebte Operettenmelodien und Musical-Songs. Das Publikum war begeistert von dem brillanten Gesang mit großem Stimmvolumen, der nicht nur den kleinen Museumssaal sondern auch ein Opernhaus gefüllt hätte. Anke Haas schlüpfte in die Personenrolle der jeweiligen Arie und sang mit großer Empathie und sprühendem Charme, der das Publikum erfreute.

Irina Skhirtladze vom Staatstheater Darmstadt begleitete am Flügel die Lieder mit souveräner Technik und dramatisch akzentuierter, melodischer Begleitung.

Mit überwältigendem Schluss-Applaus honorierte das Publikum das Konzert der beiden Musikerinnen.

R. Schug

Mit viel Witz und Abwechslung zeigte der Puppenspieler Major Mustard dem Roßdörfer Publikum am 13.03.2016 seine Show „Zauber Senftopf“. Angeregt von dem lustigen Engländer mit seinen kleinen Geschichten folgten die Kinder, Eltern und Großeltern aufmerksam der bunten Vorführung im Museum. Der Zauberer aus Birmingham spielte die Geschichte der „drei kleinen Schweinchen“ ebenso lebhaft und mitreißend vor wie andere kleine Erzählungen mit Hilfe von Schattenspiel.

Eine kleine Ausstellung der bisherigen Vorführungen von Major Mustard würdigte zudem die Besonderheit, dass der fahrende Zauberer seit nunmehr 20 Jahren Station in Roßdorf macht und immer wieder sein junges und älteres Publikum begeistert.

ej

Vernissage am 23.1.2016

SpurensucheKurz vor 16 Uhr waren alle Bilder gehängt, Objekte platziert und Scheinwerfer ausgerichtet. Der Sekt wurde in Gläser gefüllt, begleitet von Vogelgezwitscher aus den Lautsprechern, ein Vorgeschmack auf die Sinfonie „Das Lächeln der Bäume“. Die ersten Besucher schlenderten schon durch die Ausstellung und mussten nicht im nasskalten Januarwetter vor der Tür stehen.
Während Bernd-Michael Land aus seinen Samplern, Synthesizernund Drumcomputern die ersten Klänge produzierte, füllten sich die Räume der „Galerie alter Bahnhof“. Ursula Bathon konnte im Namen des Kulturhistorischen Vereins ein volles Haus begrüßen, darunter die Bürgermeisterin Christel Sprössler und den Ersten Kreisbeigeordneten Christel Fleischmann.
Erika Liefland stimmte mit einem Gedicht über „Spuren von Uns“ in die Ausstellung ein und zeigte die Bedeutung von Spuren in Kulturen, von der Steinzeit bis zum Internet. Sie sprach auch von Spuren die am Himmel oder am Strand nicht von langer Dauer sind.
Erika Schreiter bedankte sich bei allen Beteiligten und beim Kulturhistorischen Verein für die tolle Unterstützung und Vorbereitung, insbesondere bei der Museumsleiterin Barbara Hechler.
Hannes Metz bedankte sich bei Bernd-Michael Land für seine Bereitschaft, mit seiner Anlage und seinen Klängen Teil der Ausstellung zu werden. Souverän bedient Land seine Regler, Tastaturen und Knöpfe, entlockt sphärische Klänge und Rhythmen die sich hervorragend mit den ausgestellten Werken verbinden. Land hat, ebenso wie Erika Schreiter und Hannes Metz eine handwerkliche Ausbildung und so könnte als Untertitel der Ausstellung der Kunstbegriff von Land übernommen werden: Kunst ist die Summe meiner Fähigkeiten. Immer offen für neue Erkenntnisse der Klangforschung und neue Sound-Designs.
SpurensucheErika Schreiter ist auch voller Experimentierfreude in ihren Gemälden aus den letzten 30 Jahren. Ihre abstrakten Kompositionen bestechen durch ihre starke Leuchtkraft und lebhafte Strukturen. Immer wieder sieht man die interessierten und fachkundigen Besucher bei der Spurensuche in ihren Werken. Sie entdecken wie in einem Suchbild Augen, Körper, Tiere und Landschaften. Schreiter verarbeitet in ihren Bildern Erlebnisse aus vielen Reisen, aus denen sie sowohl Anregungen als auch neue Materialien mitbrachte.
Hannes Metz hat für diese Ausstellung neue Objekte geschaffen, hat seinen traditionellen Holzbalken neue Formen, Farben und Lichter hinzugefügt. Durch die Nutzung der LED Technik öffnet sich ein ganz neuer Bereich und bringt Lichtfarben in die Plastiken, die mit den strahlenden Farben von Erika Schreiter und frühlingshaften Klängen von Bernd Michael Land eine Oase im nasskalten Roßdorf bilden. Dieses Zusammenspiel wurde von den Besuchern besonders hervorgehoben.

Vorlesenachmittag 2015Er ist schon fester Bestandteil im Jahreskalender des Kulturhistorischen Vereins: der Vorlesenachmittag der Kinder der Grundschulen von Roßdorf und Gundernhausen.

Am 21.11.2015 war es wieder soweit. In einem Kindergedicht heißt es : "Es kommt eine Zeit, da werden die Tage klein und die Nächte groß und jeder Abend hat einen schönen Namen: Sterntaler – Rumpelstilzchen — "

Einen solchen schönen Abend (Nachmittag) bereiteten die 12 Vorlesekinder: Amelie-Cecile Fox, Roman Schicht, Joyce Benton, Mark Szollar, Yasmin Regniai, Valentin Ahrend, Eva Freudenberger, Jonas Schönfeld (Rehberg-Schule), Mikhey Adonin, Naya Rasch, Jannik Föst, Svea Zimmer (Gundernhäuser Schule) allen, die so zahlreich gekommen waren, sich das gelungene Ergebnis ihrer langen Vorbereitung für diesen Vorlesenachmittag anzuhören.

Für eine musikalische Unterbrechung des Vorleseprogramms sorgten die Gundernhäuser Schulkinder mit heiteren Stücken der Flötengruppe - Hanna war eine fingerfertige Solistin auf der Geige und Svea Zimmer auf dem Akkordeon.

Ein dickes Dankeschön allen Beteiligten sprachen die Rektoren der beiden Schulen aus. B. Pokinskyj und G. Lörincz als Mitglieder des Kulturhistorischen Vereins moderierten den Vorleseablauf.

G. Lörincz