Veranstaltungsberichte

Kinder lesen vorSchon seit vielen Jahren ist es guter Brauch, dass Kinder der vierten Klassen beider Rossdörfer Schulen im Museum vorlesen. Am 15. November 2014 war es wieder so weit. 12 Schüler/innen waren in ihren Klassen dazu ausgewählt worden. Viele Eltern, Geschwister, Lehrerinnen und der Gundernhäuser Schulleiter erlebten einen schönen Nachmittag.

In der Begüßung wies Frau Pokinskyj darauf hin, wie wichtig es ist, Kinder an das Lesen heranzuführen. Die Freude daran werde schon beim Bilderbuchbetrachten mit kleinen Kindern geweckt. Wie sich das in den Schulen mit besonderen Aktionen fortsetzt, ergänzte Herr Krauß von der Gundernhäuser Schule. Jedes Jahr findet Ende November der bundesweite Vorlesetag statt, der vor 11 Jahren von der „Stiftung Lesen" und der Wochenzeitung „ Die Zeit" ins Leben gerufen wurde. So haben an diesem Tag im Jahr 2013 80 Tausend Prominente aus Politik, Kultur und Medien ehrenamtlich anderen ihre Zeit geschenkt und vorgelesen.

Die Vorleser/innen in unserem Museum hatten ganz unterschiedliche Bücher ausgewählt und sich sehr gut vorbereitet. Jeder gestaltete die Vorlesezeit von etwa 5 Minuten auf besondere Weise. Die Zuhörer erlebten Kinder, die mit Freude bei der Sache waren.

Unsere Vorleser/innen waren: Jana Daum, Asmaa Mehaia, Sebastian Koop, Johannes Klümper, Anna Bickelhaupt, Charlotte Kröhle, Aileen Kossow, Marcel Poth, Annika Deinert, Maya Howard, Niklas Ramge und Paulina Göbel. Alle wurden mit einem Büchergutschein belohnt.

Musikalisch auf dem Keybord begleitet wurde der Nachmittag von Sieban mit ihrem Vater Tedros Tewelde. Katharina Mödl erfreute uns mit ihrem Spiel auf der Harfe.

Elisabeth Staude und Brigitte Pokinskyj moderierten den Nachmittag auf bewährte Weise und dankten allen Beteiligten. Herr Krauß bedankte sich für die gute Zusammenarbeit zwischen den Schulen und dem KHV.

Wir freuen uns auf den Vorlesenachmittag im nächsten Jahr.

B.P.

Der Kulturhistorische Verein Roßdorf bot für Vincent Neeb mit einer Klaviermatinée erstmals ein Forum für den hochtalentierten sechzehnjährigen Nachwuchspianisten. Dieser stellte sich im proppenvollen Museum Roßdorf mit Werken von Schumann, Liszt und Debussy vor. Für den Kulturhistorischen Verein Roßdorf war diese erstmals veranstaltete Matinée, die in Verbindung mit der Chopin-Gesellschaft stattfand, ein voller Erfolg.

Dem Kulturhistorischen Verein ist es ein Anliegen, jungen Nachwuchskünstlern eine Plattform zu bieten und sie zu fördern. Die begeisterten Besucher waren sich einig: Vincent Neeb und seine Schwester Sophie, die ihn beim vierhändigen Spiel unterstützte und sich bei der Zugabe in das Programm einklinkte, sind den Wunderkind- und Sensationsauftritten entwachsen. Ihre bereits gewonnenen Wettbewerbe sprechen hierzu eine eindeutige Sprache.

Den beiden Künstlern, deren Wurzeln in Roßdorf liegen, kann man nur weiterhin viel Erfolg auf ihrem Weg wünschen und den stolzen Großeltern und Eltern gratulieren.

g.r.

Fekete-Ausstellung 2014Am 12.10.2014 wurde die neue Ausstellung „Gen Irland und anderswohin, Esteban Fekete auf Reisen" im Museum Roßdorf eröffnet. Noch wenige Minuten vor Beginn der Vernissage waren erste wenige Besucher da. Doch dann fanden sich rasch über 40 Kunstinteressierte ein, um zu sehen und zu hören. Mit einer ausführlichen Eröffnungsrede von Herrn Dr. Roland Held und „Fekete-Texten" vorgetragen von Ursula Paschke. Wie Dr. Roland Held in seiner Rede bemerkte, benötigt der Titel dieser Ausstellung dringend eines Kommentars. Handelt es sich doch bei EF keineswegs um einen Künstler, der sich touristisch durch die Welt zu bewegen pflegte, der womöglich im Reisebüro die Tour paketmäßig bucht, die ihm am aussichtsreichsten die neuen Eindrücke verspricht, welche seiner im heimischen Atelier träge gewordenen Inspiration wieder auf die Sprünge helfen soll. Nein, wenn EF größere Distanzen hinter sich brachte, dann zunächst mal, um sich dauerhaft am Zielort niederzulassen. 1948 überquerte er den Atlantik, nicht um ein paar Wochen den Gaucho zu spielen, sondern um sich dort eine Existenz aufzubauen, zunächst als Ingenieur bei einer argentinischen Baufirma. Seine künstlerischen Anfänge lagen in autodidaktischen Ansätzen und Kontakten mit argentinischen Künstlern. Im Jahr 1960 kehrte er in die Alte Welt zurück, weniger aus eigenem Antrieb, vielmehr den Stipendien seiner wissenschaftlich profilierenden Frau geschuldet. Die exotische Welt, von der er bildhafte Proben vorlegte, färbte ab auf ihn, rückte ihn lange in den Rang eines Exoten in der deutschen Szene. Ebenso lang blieb er der Motivwelt der südlichen Hemisphäre treu. Es dauerte eine Weile bis er ein Verhältnis zu seiner südhessischen Umgebung gefunden hatte. Auffällig ist, wie er die deutsche Szenerie abermals nicht touristisch durchmessen sondern symbolisch verdichtet und aufgeladen hat. Weswegen wir aus der „Vier Jahreszeiten" – Mappe von 1973 die beiden Beispiele „Sommer. Ein Idyll" und „Winter. Danach" in der Auswahl haben. Auf beiden bleibt Figürlichkeit zugunsten von Landschaft ausgespart.

1981 erfolgte seine Entdeckung Irlands, in das er sich aufgrund des Dornröschenschlafs, in dem die Grüne Insel am Rand des Kontinents damals noch begriffen schien, sofort verliebte. Dort fand er genug unverbautes Terrain vor, um seine nach wie vor symbolischen Bilder von Zuständen vor Aufstieg und nach Untergang der Zivilisation einzubetten in mehr oder weniger tatsächlich so angetroffenen Landschaften. Symptomatisch für EF ist, dass nicht nur Häfen mit verrosteten und zerschellten Schiffen reichlich motivisches Futter abgeben, sondern beispielsweise bald auch Autofriedhöfe, illegale natürlich. Von all dem geben Werkbeispiele, beginnend mit dem Inhalt der Mappe „Irland – Irrland", heute Kunde.

EF, der sich gerne zum Überall-Fremden, zum Heimatlosen stilisierte, reiste, weil es ihn mehrmals neu auf die Suche nach einem Platz trieb, der mit seinen Bedürfnissen und Sehnsüchten in Einklang zu bringen war. Machen wir uns nichts vor: wie in Ungarn, Frankreich, Argentinien, Deutschland blieb er zuletzt auch in Irland ein Durchreisender.

FadokonzertDie Liebhaber der portugiesischen Fado-Musik erlebten am 11.10.2014 ein wundervolles Konzert des Duos Jan Dijker (portugiesische Gitarre) und Oliver Jaeger (spanische Gitarre und Bandoneon). Den beiden Musikern gelang es, das Publikum vor vollem Haus im Museum mit ihrer instrumental vorgetragenen Fado–Musik in ihren Bann zu ziehen und wie in der Konzertankündigung versprochen zu einer Traumreise in den Süden zu der musikalischen Volksseele der Portugiesen zu entführen. Das Duo interpretierte mit eigenen Stilelementen die Fado-Musik bekannter portugiesischer Komponisten und spielte z. T. erstmals Eigen-Kompositionen.

Hierbei kam der besondere atmosphärische Klang der portugiesischen Gitarre und des Bandoneons neben der spanischen Gitarre besonders zur Geltung, wobei das sehr gut miteinander harmonierende Duo mit virtuoser Beherrschung ihrer Instrumente wunderbare Klangbilder und Rhythmen erklingen ließ und das Publikum verzauberte.

Oliver Jaeger führte mit Erläuterungen vor den einzelnen aufgeführten Musikstücken in die Entstehung der Kompositionen und in die Welt der sentimentalen, schwermütigen Fado-Musik in prägnanter Weise ein, bevor die Zuhörer in den Bann der Melodien gezogen wurden.

Das Publikum dankte dem Musiker-Duo am Schluss des Konzerts und einer Zugabe mit kräftigem Applaus.

Rudolf Schug

Herrlicher Sonnenschein lockte am 3. Oktober 2014 ins Freie. Wer wird da schon mitten am Nachmittag zur Eröffnung der Ausstellung „Die Kunst der zoologischen Präparation" ins Roßdorfer Museum kommen? Aber es musste sogar die aufgestellte Bestuhlung noch ergänzt werden, damit alle Besucher einen Sitzplatz erhielten. Nach kurzer Begrüßung der Anwesenden wurde der Referent Berend Koch von Dr. Horst Bathon vorgestellt:

Berend Koch interessierte sich schon zu seiner Schulzeit für die belebte Umwelt. Nach dem Abitur trat er ein Volontariat im Naturhistorischen Museum in Mainz an und wurde an der Ruhr Universität Bochum zum staatlich geprüften Präparator ausgebildet. Seit 1988 ist er als Präparator am Zoologischen Institut der TU Darmstadt angestellt. Bei nationalen und internationalen Meisterschaften erhielt er für seine Arbeiten hohe Auszeichnungen, darunter zwei Weltmeister- und einen Europameistertitel.

Voraussetzung für seine Tätigkeit, über die Berend Koch in seiner Einführung spannend berichtete, sind sehr gute anatomische Kenntnisse, eine ausgeprägte Beobachtungsgabe das Verhalten und die Bewegung der zu präparierenden Tiere betreffend, eine künstlerisch-gestalterische Gabe zur Umsetzung der genannten Eigenschaften auf lebensecht gestaltete Tierpräparate und nicht zuletzt Begeisterung für sein Fach. Der Frage, ob die Tiere speziell für die Präparationen getötet werden, konnte er entgegnen, dass es sich praktisch ausschließlich um Totfunde handelt, die ihm zugetragen werden. Der Vorgang der sehr aufwändigen Präparation, über die er berichtete, kann in der Ausstellung mit einer kleinen Auswahl seiner Werke nachvollzogen werden.

Staunend verfolgten die Anwesenden den Ausführungen, hatten sie sich doch die Präparation von Tieren viel einfacher vorgestellt. Begeisterter Applaus belohnte Berend Koch für Einführung und Ausstellung.

Horst Bathon

Musik mit "Art of Jazztainment" am Sonntag, den 20.07.2014

Jazz-Frühschoppen 2014Der schöne Museumsgarten erwachte aus seinem Dornröschenschlaf und bildete den wundervollen Rahmen für den Jazz-Frühschoppen des Kulturhistorischen Vereins. Das bedrohlich aussehende Wetter vor Beginn der Veranstaltung klärte sich zu einem heiteren Sommertag auf, und das Publikum strömte in den Museumsgarten, der bis zum letzten Platz gefüllt war.

Im heiteren Ambiente erklangen Klassiker der Jazz-Unterhaltungsmusik, die von dem Trio „The Art of Jazztainment" mit Anke Schimpf am Saxophon, Christoph Paulssen am Bass und Georg Göb am Klavier in hervorragender Art und Weise musikalisch interpretiert wurden.

Das Publikum konnte es sich an den Tischen im Schatten der Gartenbäume und Sonnenschirme bei Essen und Trinken bequem machen, wofür das Museumscafe unter Barbara Hechler mit ihren fleißigen Helferinnen und Helfer mit dem vollen gastronomischen Programm gesorgt hatte.

Die Gäste erlebten einen rundum schönen Tag, applaudierten am Schluss den Musikanten und Veranstaltern und wünschten, dass der Jazz-Frühschoppen nächstes Jahr im Museumsgarten wieder stattfindet.

R. Schug

Ensemble TedescoIm Rahmen des Kultursommers Südhessen gastierte am ersten Julisonntag das Ensemble Tedesco, eine Gruppe von vier engagierten Musikerinnen aus dem Raum Hannover, die ein sehr abwechslungsreiches Programm präsentierten. Zu Beginn sorgte ein flott gespieltes Serenaden-Quartett von Joseph Haydn für die Einstimmung in die Musik der Barockzeit. Es folgte ein Andante cantabile der 1. Violine, begleitet durch Pizzicati der übrigen Stimmen, ein rustikales Menuett und ein furioses Finale Scherzando. Das anschließende Stück von Mozart, das dieser seinem Freund und Lehrer Haydn gewidmet hatte, brachte ganz andere Klänge. Schon die düstere Tonart d-moll, als auch die Bach nachempfundene Struktur der Komposition zeigte einen erheblichen Kontrast zu dem Eingangsstück. Schnelle Sextolen-Läufe und rhythmische Wechsel erwiesen sich als besondere Herausforderung für die Oberstimmen. Mozart soll dieses Quartett während der Geburtswehen seiner Frau Constanze komponiert haben, wie diese später erzählte. Der Schlusssatz, ein tänzerisches Variationen-Finale im 6/8-Takt, lässt die Erleichterung nach überstandener Geburt erahnen.
Nach der Pause standen ungarische Werke auf dem Programm. Die Sprecherin des Ensembles gab zunächst eine kurze Würdigung des Komponisten Zoltán Kodály. Ebenso wie sein älterer Freund Béla Bartok betrieb Kodály als Professor für Musiktheorie und Komposition an der Universität Budapest Volksliedforschung und sammelte Hunderte ungarischer Volkslieder. Die Themen seiner Kompositionen wie auch das aufgeführte Streichquartett sind dieser Volksmusik nachempfunden. Der erste Satz, ein Allegro, beginnt zwar in einem etwas fremden impressionistischen Stil, geht aber rasch über in ungarische Klänge mit tänzerischen Rhythmus. Es schließt sich danach ein langsamer Übergangsteil an – quasi recitativo – gefolgt von einem Allegro giocoso mit verschiedenen kontrastierenden Themen aus der ungarischen Folklore.
Den Abschluss des Abends bildeten zwei Walzer von Antonin Dvořák, ursprünglich für Klavier komponiert, später aber von ihm selbst für Streichquartett umgeschrieben. Starker Beifall der Zuhörer veranlasste das Ensemble zu einer Zugabe mit einem ungarischen Tanz von Johannes Brahms.
FJS

 

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung veröffentlichte am 08.07.2014 einen Bericht, der hier wiedergegeben ist.

Bericht der F.A.Z.

Veranstaltung "Tagebücher"Extra aus Berlin angereist, präsentierte der Regisseur Jan Peter Teile der TV-Reihe "14-Tagebücher des Ersten Weltkriegs". Zuvor hatte Jürgen Poth aus Reinheim mit einem selbst komponierten Lied über den 1. Weltkrieg und seine Folgen die sehr einfühlsame Hinführung zu diesem schwierigen Thema zu Gehör gebracht.

Nach kurzen Einspielungen der Urfassung, die in 8 Teilen auf "arte" lief, erläuterte er die Entstehung und den Erfolg der internationalen Produktion. Bemerkenswert waren seine kleinen Anekdoten, die sich im Laufe der 4jährigen Recherchen ergeben haben, so z.B. dass viele Tagebücher erst dank ihrer Nachfragen entdeckt und teilweise erstmals publiziert wurden. Bei dem 50-Personen-Filmteam waren nur drei Deutsche, so dass diese als "Urenkel der damaligen Kriegstreiber" oft keine einfache Position hatten und doch gerade die gemeinsame Produktion zur Verarbeitung der Vergangenheit beitrug. In 45 Ländern wurden mittlerweile die "Tagebücher" gezeigt und dort sehr intensiv wahrgenommen.

Vor einigen Jahren gelang es noch nicht, zu "Napoleon" eine gemeinsame französisch-deutsche Position und TV-Produktion zu realisieren, umso erfreulicher war jetzt die enge Kooperation mit dem Nachbarland.

Sehr persönliche Beiträge aus dem Publikum bereicherten den Abend und gaben Einblick in das Roßdorf von vor 100 Jahren.

Jan Peter zeigte sich über das Interesse und die Resonanz sehr überrascht und erfreut. Spontan spendete er sein Honorar dem Verein und kam gar selbst für die Übernachtung auf.

Der Kulturhistorische Verein stellt Interessierten die umfangreiche DVD mit den 8 Teilen der Serien zur Ausleihe zur Verfügung. Dies ist während der Öffnungszeiten des Museums in der Remise möglich.

E.J.

Fekete zum 90.Am 15. Juni 2014 endete die Ausstellung im Museum Schloss Fechenbach mit einer Finissage und einer Führung durch die Ausstellung mit Dr. Roland Held. Rund fünfzig Interessierten konnte Held Feketes Bilder näher bringen, wie z. B. das Ölbild von 1970 „Ich könnte Bäume ausreißen", das in Form und Farbigkeit an Bilder von Franz Marc erinnert. Aber auch Farbholzschnitte wie „Pilar" von 1962 eine Reminiszenz an eine liebgewonnene Kleinstadt in seiner Interimsheimat Argentinien. – E.F. erwähnte einmal Held gegenüber: „Ich bin abgestempelt als Farbholzschneider, aber ich liebe auch alle anderen Techniken". So zeigte die Ausstellung neben seinen farbenfrohen Farholzschnitten auch Pastelle, Hinterglasbilder, wunderschöne Skulpturen, Keramik- und Emaillearbeiten sowie Bücher, die Fekete illustrierte.

Die Ausstellung im Museum Schloss Fechenbach war für das Museumsteam und auch für die Fekete Stiftung im Kulturhistorischen Verein Roßdorf ein großer Erfolg, wurde sie doch von immerhin 1132 Personen besucht. Schade, dass E.F. diese Ausstellung nicht mehr erleben konnte. Wichtig war dem Künstler, dass er mit seinen Werken den aufmerksamen Betrachter ansprechen und dessen Augensinn in Entzücken und dessen Phantasie in Hochtouren versetzen kann. Wir hoffen, dass dies mit dieser Ausstellung ein Stück weit gelungen ist.

Der Fekete-Beirat bedankt sich nochmals ganz herzlich für die sehr gute Zusammenarbeit mit der Museumsleitung Dieburg und ihrem Team, ebenso dem Bürgermeister der Stadt Dieburg, Herrn Dr. Werner Thomas, dass er es ermöglichte, die Werke Feketes im Museum Schloss Fechenbach auszustellen. Weiterhin bedanken wir uns bei Herrn Claus Netuschil vom Kunstarchiv Darmstadt für die Beratung und die Bilder, die er uns für diese Ausstellung zur Verfügung gestellt hat, sowie allen Helfern, die zum Gelingen der Ausstellung beigetragen haben.

Zu dieser Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der im Museum Roßdorf für 5,00 € zu erwerben ist.

Ursula Bathon

gARTen 2014KHV Roßdorf beteiligt sich mit Kunst im Museumsgarten

Der Kulturhistorische Verein Roßdorf beteiligte sich an der Aktion "gARTen 2014", bei der am 28.06.2014 an 15 Orten Kunst in privaten Gärten ausgestellt wurde. Das Darmstädter Echo berichtete am 30.06. unter dem Titel "Der Edelpunker bleibt trocken" mit einem Bild aus dem Museumsgarten über die Veranstaltung (Link). In unserem Garten gab es Skulpturen von Thomas Wellner zu sehen.

Eine fulminante Ausstellung im Museum des Kulturhistorischen Vereins Roßdorf

AusstellungseröffnungEin deutliches "Nein" - Im Mittelalter möchte die Chronistin, selbst eine passionierte Köchin und geborene wie gelernte Feinschmeckerin, nicht kochen oder gegessen haben. Aber Eindrücke in diese nicht so besonnte Vergangenheit hat sie und die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Ausstellungseröffnung sich von Dr. Alice Selinger mit großem Vergnügen schildern lassen, am Sonntag, dem 12. Januar im Museum des Kulturhistorischen Vereins Roßdorf.

Was soll man/frau mehr bewundern, die überaus sorgfältig gestalteten, textreichen Schautafeln, die einfallsreich aufgebauten Exponate, das vierköpfige Melibokus-Holzbläserensemble - es war rundum eine Augen- und Ohrenfreude. Gerold Resch, Vorsitzender des Vereins, begrüßte die überaus zahlreichen Gäste, die sich einfangen ließen von den temperamentvoll vorgetragenen mittelalterlich-kulinarischen Informationen von Dr. Alice Selinger, oft mit einem mehr oder weniger gelinden Schauder. Nein, gegessen haben mussten wir Feinschmecker von heute damals sicher nicht. Auch wenn es damals, aus Arabien eingeführt, schon Zucker gab. Die Chronistin hatte ihn bis dato aus Amerika verortet, nach Kolumbus. Sei's drum, soviel an kulinarischer Information aus dem Mittelalter hat die Chronistin an diesem Nachmittag noch nicht erfahren. Deshalb: Kommen Sie - die Ausstellung ist sonntags von 15 bis 17 Uhr bis zum 23. Februar geöffnet. Großeltern sollten ihren Enkelinnen und Enkeln dieses Erlebnis ermöglichen - Hildegard von Bingen würde fröhlich lächeln und dem Melibokus Holzbläser-Quartett unter der Leitung von Professor Schoenes interessiert lauschen, ist sich nicht nur Gerold Resch sicher.

Text: Ursula Dehmer-Blohm, Foto Siegmar Dehmer