Veranstaltungsberichte

Papierhandwerk

Bericht von der Eröffnung der Ausstellung im Roßdörfer Handwerksmuseum

Wie der Titel der am 3. Oktober 2013 im Museum Roßdorf eröffneten Ausstellung schon andeutet, zeigt diese Handwerk und Kunst und die Verbindung, die zwischen beiden besteht.

Auch der 1. Vorsitzende des Kulturhistorischen Vereins, Gerold Resch, wies bei seiner Begrüßung der Besucher darauf hin, indem er das Handwerksmuseum als besonders geeigneten Ort für diese Ausstellung nannte. Er begrüßte Prof. Lothar Göttsching als Redner der Veranstaltung, die Mühltaler Künstlerin Gundel Hädeler und Dr. Rudolf Schug als den Gestalter der Ausstellung zur Geschichte von Schriftträgern, Papieren, Pseudopapieren und ihrer Herstellung und Verwendung. Der "Altpapierpapst" Prof. Göttsching führte lebendig und locker in die Ausstellung von Dr. Schug ein und machte die Besucher neugierig mit seiner Bemerkung, er sei beeindruckt von der lückenlosen anschaulichen Darstellung der Geschichte des Papiers. Dr. Schug stellte Gundel Hädeler vor und dankte ihr für die Bereitschaft, die Ausstellung auf reizvolle Art mit ihrer Kunst zu erweitern.

Die Werke von Gundel Hädeler ergänzen teils die Ausstellung von Dr. Schug im Erdgeschoß des Museums als künstlerische Beispiele handwerklicher Papierherstellung. Ihre Papierskulpturen, auf Sockeln verteilt in der aktuellen Ausstellung in der Fekete-Galerie, bereichern diese auf überraschende Weise. Hier kann der Besucher die aus Pflanzen ihrer Umgebung von Gundel Hädeler selbst hergestellten vielfarbigen Papiere bewundern, aus denen sie die klar konturierten phantasievollen Objekte über dafür gefertigten Holzformen hergestellt hat. Dies ist ein Verfahren, wie wir es auch aus der Spenglerei und der Hutmacherei in der Museumsremise kennen. Mit bewusst eingesetzten unterschiedlichen Fasern und unterschiedliche Bearbeitungsweisen erreicht sie lebendige Farbfolgen, sogar innerhalb eines Papierbogens. "Die häufig verwendeten archaisch anmutenden Formen (der Objekte) korrespondieren dabei mit der Ursprünglichkeit des Materials".

Was Prof. Göttsching zur Ausstellung von Dr. Schug gesagt hat, kann sich der Besucher beim Studium der sorgfältig zusammengestellten und präzise erklärenden Texte an Tafeln und in Vitrinen bestätigen. Dabei erfährt er etwas über die Erfindung des Papiers um 100 n. Chr. und die Entwicklung von Herstellungstechniken in China und nach der Ausbreitung der Kenntnisse über die Papiermacherei in Europa über die Entwicklung neuer Technologien dort vom 16. bis 19. Jahrhundert. Ausgestellte Muster von Papieren und Papiererzeugnisse – Kostbarkeiten aus dem Besitz von Dr. Schug und Leihgebern - machen das Erklärte anschaulich und abwechslungsreich für den Betrachter. Besonders interessant sind die schon seit frühster Zeit in der Südsee und vor der Entdeckung Amerikas in Mittelamerika hergestellten Pseudopapiere. Aus Tapa, dem versponnenen Bastteil des Papiermaulbeerbaums werden auf den Inseln der Südsee vielfältig verwendete Stoffe gewebt.

Dieser Bericht kann nur anregen, aber einen Besuch der gelungenen Ausstellung nicht ersetzen.

U. Richter

Der Kulturhistorische Verein feierte mit Gästen und Attraktionen

Foto: Siegmar DehmerAlso, schöner hätte das Wetter nicht sein können am Sonntag, dem 4. August 2013, als im wildromantischen Garten hinter der Remise zum Sommerfest geladen wurde. Kaffee und Kuchen an einer Theke, Getränke an der zweiten - Barbara Hechler und ihre engagierten Helferinnen und Helfer hatten auch fürs Vespern gesorgt. Nicht nur Speis und Trank, auch engagierte Gespräche sorgten für Stimmung, Spa8 und Fröhlichkeit.

Bernhard Daubner lud am Keyboard ebenso ein wie die Aussteller Bernd Köhler mit Windobjekten, Rudolf Stegemann mit Korbflechtereien, der "Löffelschmied" Ralf Eckert und Hannes Metz aus Roßdorf.

Statt vieler Worte ein großes Dankeschön für diese Veranstaltung und hoffentlich zum gleichen Anlass ein Wiedersehen im Jahr 2014.

Text: Ursula Dehmer-Blohm,  Foto: Siegmar Dehmer

Eine Matinee zu Ehren des Künstlers im Roßdörfer Museum des Kulturhistorischen Vereins

Foto: Siegmar Dehmer"Stets war er vom Kampf um das nächste Bild erfüllt" - wer die überwältigende Fülle der Bilder und Holzschnitte im Roßdörfer Museum auf sich wirken lässt, kann nicht anders, als Dr. Roland Held zuzustimmen. Wann, fragt man/frau sich, hat dieser besessene Künstler sich Zeit genommen für anderes als den Umgang mit Farbe und Holz?

Danken wir am Beginn dieser Riesenschau den Arrangeurinnen. Sie haben ein Arrangement zusammengestellt, das sich nicht auf einen oder zwei Blicke erschließt.

Es war eine beeindruckende Matinee am sommerseligen Maisonntag, dem 14. Juli 2013 in Roßdorf. Dem vor einigen Jahren verstorbenen Künstler Esteban Fekete hätte sie ebenso gefallen, wie die zahlreichen Bewunderer seine Gestaltungskraft.

Ursula Paschke las aus seinen Schriften, bevor Ursula Bathon die Ausstellung offiziell eröffnete und mit großem Erfolg einlud zum Rundgang. Bis Ende 2013 ist die Ausstellung jeden Sonntag von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Anschließend lädt Barbara Hechler zu Kaffee und Kuchen in die Remise. Willkommen zu Kunst und Kaffee.

Text: Ursula Dehmer-Blohm,  Foto Siegmar Dehmer

Eva Maria PollerusAls eine der ersten Veranstaltungen des diesjährigen Kultursommers Südhessen fand am Samstag, dem 22.6.2013 im Museum Roßdorf ein Konzert mit der Cembalistin Eva Maria Pollerus statt. Die junge Künstlerin ist seit vergangenem Jahr Professorin für das Fach Cembalo und Generalbass an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt.

Sie absolvierte ihre Ausbildung an den Universitäten Graz und Wien, nahm danach an zahlreichen Meisterkursen teil und sammelte bereits in frühester Kindheit Bühnen- und Wettbewerbs­erfahrung. Als Solistin und Ensemble-Begleiterin ist sie gefragter Gast namhafter Festivals und renommierter Konzertreihen für Alte Musik.

Zu hören war bei ihrem Auftritt in Roßdorf Musik aus Deutschland und Frank­reich aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Es handelte sich hierbei vorwiegend um Kompo­sitionen mit programmatischem Hintergrund, den Frau Pollerus engagiert und charmant zu erklären wusste. Von Johann Sebastian Bach stammt z. B. ein Capriccio über den "Abschied von dem geliebten Bruder". Jeder der Sätze ist mit einem Thema überschrieben, das Lamento über den Verlust des Bruders, die Vorstellung möglicher Gefahren in der Fremde, der Postillon und zum Abschluss eine Fuge über das Thema Postkutsche. Von Johann Kuhnau stammen die "Musicalische(n) Vorstellungen" der Historie von der wunder­samen Gesundung des todkranken Hisikias, von Johann Jakob Froberger eine lustige, in Musik gefasste Geschichte über einen dramatischen Zwischenfall bei einer nächtlichen Bootsfahrt auf dem Rhein. Die einzelnen Schritte dieser Musik wurden von der Vortragenden detailliert und in kleinen Blöcken vorgestellt, so dass die Zuhörer diese nachvollziehen konnten. Die Cembalistin beeindruckte nicht nur durch ihre präzise und virtuose Technik, sondern auch durch ihre Fähigkeit, den verschiedenen Themen dieser Programm-Musik mit all ihren Schattierungen gerecht zu werden. Das zärtliche Singen der Vögel in dem Eingangsstück von Jean Philippe Rameau gelang ihr genau so realitätsnah wie das unmittelbar darauf folgende Poltern des Tambourins.

Mehrere konkurrierende Veranstaltungen an diesem Wochenende hatten dazu geführt, dass das Konzert nicht allzu gut besucht war. Die anwesenden Zuhörer waren jedoch begeistert und spendeten lang anhaltenden Beifall.

FJS

Zu Beginn seines Vortrags am 14.6. erläuterte Dr. Horst Bathon die von ihm verwendeten im 20. Jahrhundert geprägten Begriffe, mit denen eingeschleppte Arten bezeichnet werden, wobei zwischen dem langen Zeitraum vor der Entdeckung Amerikas und der Entwicklung seit dem Jahr 1492 unterschieden wird. Sein Vortrag handelte dann davon, wie Neozoen in jüngster Vergangenheit unsere Fauna und Flora und damit auch den Menschen bedrohen oder bereichern können.

Obwohl es sich nur um einen einen kleinen Teil der etwa 1500 z.B. absichtlich eingeführten, über durch Kanäle vernetzte Wasserwege eingewanderten oder von Flugzeugen und Schiffen eingeschleppten Neozoen handelt, bildete die ständige oder zeitweilige Bedrohung durch diese den Schwerpunkt der Darstellung. Sie wurde mit Bildern und Graphiken veranschaulicht und war in der Beurteilung der Folgen sehr ausgewogen.

Zu den bekannteren bedrohlichen Neozoen gehören Waschbär, Nilgans und asiatischer Marienkäfer. Aber natürlich gab es auch positive Beispiele wie die zur Blutlausbekämpfung auf Obstbäumen eingesetzte Blutlauszehrwespe.

Probleme bilden u.a. das Einschleppen von Krankheitserregern, die Mensch und Tier befallen können, die Verdrängung einheimischer Arten und die Veränderung von Ökosystemen. Abschließend sprach Dr. Bathon über gegen Bedrohungen mögliche Maßnahmen, die von Behörden ergriffen und von Privaten befolgt werden können – mit unsicherem Erfolg. Der klar gegliederte Vortrag half den dankbaren Zuhörern, ihre Kenntnisse zu erweitern und zu ordnen.

U.R.

Alte Handsticktechniken - neu entdeckt in einer Ausstellung im Roßdörfer Museum des Kulturhistorischen Vereins

HandstickenUnbeschreiblich vielfältig und liebevoll aufbereitet - die Besucherinnen und Besucher drängen sich vor den Vitrinen bei der Ausstellungseröffnung am Sonntag, dem 9. Juni 2013. Musikalisch eingestimmt von Johanna mit ihrer Violine und der "kleinen Melodie" von Haydn, lädt Elisabeth Staude ein zum Rundgang durch die Stickerei-Sammlung von Marga Mohrmann.

Vorab: Die Chronistin muss bekennen, dass sie weder handarbeiten noch sticken kann. Umso größer ihre Bewunderung für die pingeligen Arbeiten der fleißigen Handarbeiterinnen. So viele unterschiedliche Stiche, namentlich auf Flyern vorgestellt und praktisch ausgeführt. Man/frau kommt aus dem Staunen nicht heraus. Die Sammlerin versichert, dass alle Exponate in ihrem Haushalt noch in Gebrauch sind. Marga Mohrmann trägt an diesem Tag ein grünes Jäckchen mit selbst entworfenen und natürlich selbst gestickten Verzierungen - einfach schön anzusehen und zu bewundern.

Bis zum 4. August ist die Ausstellung an jedem Sonntag von 15 bis 17 Uhr zu bewundern. Wer Handarbeiten liebt und händeln kann, sollte sich einen Besuch nicht entgehen lassen. Wie wär's liebe Omi zusammen mit der Enkelin und einem abschließenden Besuch bei Kaffee und Kuchen in der Remise?

Text: Ursula Dehmer-Blohm, Foto Siegmar Dehmer

Teilnahme des Roßdörfer Handwerksmuseums am Internationalen Museumstag - ein toller Erfolg

Foto: Siegmar DehmerFreiberufliche Kunsthandwerker sind glückliche Menschen. Diese Überzeugung drängt sich den Besucherinnen und Besuchern auf, die sich am Muttertagssonntag, d. 12. Mai 2013 in den Ausstellungsräumen des Roßdörfer Museums tummeln - Exponate, Vorführungen, Probieren eingeschlossen. Staunend und bewundernd - die Worte sind nicht zu hoch gegriffen - genossen sie die mit viel Akribie aufgebauten Exponate, ließen sich faszinieren von alten und nicht so alten Techniken, zum Selbstausprobieren ermuntern, jung und alt gemeinsam. Ja, international hieß dieser Museumstag, aber lokal gestaltete ihn Barbara Hechler mit ihrem Team und den Ausstellerinnen und Ausstellern.

Wie schön, dass die Nachfrage so groß war - übrigens auch bei Kaffee und Kuchen in der festlich dekorierten Remise. Barbara Hechler, die umtriebige Museumsleiterin, darf sich freuen: An diesem ereignisreichen Nachmittag gab es keine Nachwuchssorgen.

Text: Ursula Dehmer-Blohm, Foto: Siegmar Dehmer

Foto: Siegmar DehmerKabarett vom Feinsten im Roßdörfer Museum

Wann trifft es so kongenial zusammen, eine kleine Gemeinde, eine aktuelle politische Situation, eine vielseitig begabte, inspirierende, am Puls der Zeit orientierte Kabarettistin und ein aufgeschlossenes, mitgehendes Publikum? In Roßdorf - immer gut für etwas Besonderes, diesmal am 13. April 2013.

Gundula Schneidewind, zartgliedrig und bewegungsstark, fesselte ihr Publikum mit Gebärden und den Dialekten zwischen Hessisch und Westfälisch - ein Ohren- und Augenschmaus der besonderen Art. Tiere menscheln. Pfarrer auch, und die Küsterin Maria weiß sich ebenso in Szene zu setzen wie die Bauersfrau Martha Henkemann. Federboa und Hütchen-Variationen, so sparsam die Requisiten, so vergnügt gluckst das Publikum, gelegentlich auf die Schippe genommen als Neubürger wie Alteingesessene - Nachdenken nicht verboten, sondern erwünscht.

Danke, Gundula Schneidewind und hoffentlich ein baldiges, aktuelles Wiederhören und Sehen. Dass Franz-Jörg Schoenes und Barbara Hechler mit Begrüßung und Edling-Wein auch zum Gelingen beitrugen, sei nicht vergessen.

Text: Ursula Dehmer-Blohm, Foto Siegmar Dehmer

Vernissage im Roßdörfer Handwerksmuseum mit Bildern von Wilhelm Jungmann aus der Darmstädter Residenz

Wer die überaus animierte Veranstaltung am 23. März 2013 miterlebt hat, kann daran nicht zweifeln. Gerold Resch, Vorsitzender des Kulturhistorischen Vereins, begrüßte die engagierten Zuhörerinnen und Zuhörer. Eineinhalb Jahre haben seine Frau Hanne und Dr. Peter Engels, Leiter des Darmstädter Stadtarchivs, das noch vorhandene Bildmaterial von Wilhelm Jungmann zusammengestellt und aufgearbeitet. Der heute fast Vergessene gestaltete die biedermeierliche Vergangenheit der Residenzstadt Darmstadt. 

"Ich werde mich kurz fassen", versprach der Laudator Dr. Peter Engels, der sich nicht so ganz an diese Vorgabe hielt. Wilhelm Jungmann, eine weithin vergessene Größe der Darmstädter Kunstszene, ein begeisterter Maler, Dilettant, ruft mit seinen Zeichnungen und Aquarellen das biedermeierliche Darmstadt der Garnisonstadt rund um das Schloss in Erinnerung. Einige Häuser stehen noch, Reste der Stadtmauer sind in das Darmstadtium integriert. Die liebevoll umrahmten Erinnerungsfotos lohnen mehr als einen Blick. Dr. Engels verwies auf die enge Verbindung der Stadt zur angrenzenden Gemeinde Roßdorf.

Ja, es lohnt sich, diese Ausstellung einer "besonnten Vergangenheit" zu betrachten. Bis zum 26. Mai 2013 ist sie jeden Sonntag von 15 bis 17 Uhr zu sehen, verbunden mit einer Kaffeestunde in der Remise.

Bleibt noch nachzutragen, dass Dr. Heil von Kulturhistorischen Verein zur Vernissage am Flügel Werke von Liszt, Debussy und Chopin spielte.

Ursula Dehmer-Blohm

Hildegard von Bingen zu Gast im Museum des Kulturhistorischen Vereins

Optische Großtafelfreuden bieten sich im Museum des Kulturhistorischen Vereins, erläutert vom Vorsitzenden Gerold Resch und der Kunsthistorikerin Dr. Alice Selinger am Samstag, dem 19. Januar 2013 im vollbesetzten Haus. "Hildegard von Bingen - Heilkunst aus dem Mittelalter", so das angezeigte Thema. Aber tatsächlich war es viel mehr, eine faktengespickte Revue durch die jahrtausendealte Geschichte der Medizin. Kräuter (hier ist tatsächlich Hildegard von Bingen kundig), Schröpfen, Aderlass, primitive, radikale physikalische Eingriffe - Sezieren streng verboten - , Geburtshilfe, den "Weisen Frauen" vorbehalten. "Ich habe gelernt", so Gerold Resch, "dass wir uns glücklich schätzen dürfen, nicht vor lang vergangenen Zeiten haben leiden zu müssen". Alice Selinger erinnerte in ihrem faktenreichen Vortrag daran, dass die allgemeine Lebenserwartung noch vor gar nicht so langer Zeit bei 35 Jahren lag, dass jedes zweite Neugeborene starb, und dass Hygiene-Kenntnisse ein Buch mit sieben Siegeln waren. Einzig Wein und Honig standen als Desinfektionsmittel hoch im Kurs. Und geradezu abenteuerlich war der Aberglaube an Zaubertränke und Ungeziefer. Viel Beifall des einerseits amüsierten, andererseits verschreckten Publikums im vollbesetzten Haus.

Bis zum 13. März ist die Ausstellung an jedem Sonntag von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Der Besuch lohnt sich ebenso wie die Kaffeestunde in der Remise. Bleibt noch nachzutragen der Dank an die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer für das Arrangement der Großtafeln.

Ursula Dehmer-Blohm

Kammerkonzert im MuseumDas traditionelle Konzert am Totensonntag im Roßdörfer Museum bot Gelegenheit, Musiker des Darmstädter Staatstheaters aus nächster Nähe zu erleben. Sebastian Röthig (Oboe), Philipp Bruns (Klarinette) und Hans-Jürgen Höfele (Fagott) zeigten als Trio d' anches (Rohrblatt-Trio) eine Kostprobe ihres Könnens und begeisterten die zahlreichen Zuhörer. Der Begriff Trio d' anches bezeichnet ein Ensemble, das aus den drei genannten Rohrblatt-Instrumenten gebildet wird. Obwohl der Klangerzeuger bei diesen Instrumenten sehr ähnlich ist - Einfach-Rohrblatt bei der Klarinette und Doppel­rohrblatt bei Oboe und Fagott - sorgt der dahinter stehende Resonanzraum für unterschiedliche charakteristische Klangfarben.